Pendla – Gemeinsam zur Arbeit

In Marktheidenfeld bin ich auf eine interessante Initiative gestoßen: Pendla. Das Projekt, das sich über Beiträge von Kommunen und Arbeitgebern finanziert, möchte Fahrgemeinschaften fördern und so den Berufsverkehr umweltfreundlicher gestalten.

Die Idee ist simpel: Mit nur wenigen Klicks können sich Pendler registrieren, nach potenziellen Mitfahrern suchen und unkompliziert eine Fahrgemeinschaft bilden. Für die Nutzer selbst entstehen dabei keinerlei Kosten.

Spannend ist die Frage: Wer trägt eigentlich die Kosten? Während die öffentliche Hand einen Teil beisteuert, müssten vor allem Arbeitgeber ein starkes Interesse haben – schließlich profitieren sie von pünktlicheren, entspannteren und kostengünstiger anreisenden Mitarbeitern. Wir haken bei Pendla nach, denn auf dem Marktheidenfelder Flyer sind nur neun Unternehmen vermerkt. Ein Unternehmen muss pro Monat 149,– € zahlen. Wie werden dabei kleine Unternehmen berücksichtigt?

Die Plattform Pendla ist mit einer weiteren Anwendung verbunden und wertet die Pendlerstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit aus. Werden aufgrund dieser Daten die Arbeitgeber offensiv angegangen?

Konkurrenz für den ÖPNV?
Nur bedingt. Manche Strecken, vor allem länderübergreifend wie beispielsweise Marktheidenfeld–Wertheim, sind mit dem Bus nur schlecht erreichbar. Pendla bietet hier mehr Flexibilität und ermöglicht es, auf die individuellen Bedürfnisse der Pendler einzugehen. Das stärkt nicht nur die Mobilität, sondern auch das Miteinander. Es ist gut, dass sich die Kommunen Gedanken zum Verkehr machen.

Der Nutzen für alle
Weniger Autos auf den Straßen bedeuten weniger Staus, weniger Emissionen und eine bessere Ökobilanz. Von dieser Entlastung profitieren am Ende alle: die Umwelt, Pendler, Arbeitgeber und Kommunen.

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