Rothenburger Hof – perfekte Bahnlage

Ein Hotel direkt am Bahnhof ist Gold wert, besonders mit dem Deutschlandticket. Wer abends ankommt, checkt ohne Umwege ein; wer morgens anreist, startet mit Kaffee und Croissant in den Tag. In den Metropolen decken IntercityHotels diesen Bedarf ab. In Rothenburg ob der Tauber – einem der beliebtesten Ziele Frankens – übernimmt direkt gegenüber vom Bahnhof der Rothenburger Hof diese Rolle.

Warum hierbleiben?

Der Rothenburger Hof überzeugt durch seine unschlagbare Lage: Man steigt aus dem Zug, überquert die Straße und ist schon am Ziel. Am Morgen wartet ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, die Zimmer sind schlicht, sauber und funktional, was genau das Richtige für einen Kurzaufenthalt ist. Und das Beste: In nur zehn Gehminuten erreicht man die Altstadt von Rothenburg mit ihren romantischen Gassen und historischen Plätzen. Praktischer kann ein Städtetrip kaum beginnen.

Bahnhofshotels – unterschätzte Perlen

Gerade in kleineren Orten sind Unterkünfte am Bahnhof ein echter Segen. Neben Rothenburg sind auch andere Orte erwähnenswert:

  • Marktredwitz mit dem Meister Bär Hotel, direkt gegenüber des Bahnhofs.
  • Görlitz, wo jenes Hotel nahe des Bahnhofs an alte Zeiten erinnert und die Innenstadt nur wenige Schritte entfernt liegt.
  • Bad Reichenhall, mit Hotels und Pensionen in unmittelbarer Nähe, ideal für Gäste, die ohne Auto anreisen.
  • In Wernigerode am Harzrand finden Reisende in Bahnhofsnähe gleich mehrere Unterkünfte, was entspannend für Fahrten mit der Harzer Schmalspurbahn ist.

Ganz anders dagegen Hof: Immer noch ein wichtiger Bahnhof; hier liegt bequemer Hotelkomfort weit vom Bahnhof entfernt. Nicht gerade einladend für späte Ankünfte oder frühe Abfahrten ist das.

Mehr Leben in die Bahnhöfe

Bahnhöfe sind Orte der Begegnung. Kleine Pensionen im Bahnhofsgebäude und bessere Gastronomie würden sie spürbar aufwerten. Vielleicht sorgt aber bereits das Deutschlandticket dafür, dass diese Knotenpunkte wieder stärker pulsieren. Gemeinden und die Deutsche Bahn sind gefragt, gemeinsam Lösungen zu finden – für Reisende, Pendler und die lokale Szene.

Fazit

Genau das richtige Haus am richtigen Ort ist der Rothenburger Hof, ein gut-bürgerliches Hotel: bahnhofsnah, unkompliziert, mit ordentlichem Frühstück, auch für Tagesgäste und kurzer Distanz zur Altstadt. Für Deutschlandticket-Reisende die praktische Wahl in Rothenburg ob der Tauber.


Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

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Pendla – Gemeinsam zur Arbeit

In Marktheidenfeld bin ich auf eine interessante Initiative gestoßen: Pendla. Das Projekt, das sich über Beiträge von Kommunen und Arbeitgebern finanziert, möchte Fahrgemeinschaften fördern und so den Berufsverkehr umweltfreundlicher gestalten.

Die Idee ist simpel: Mit nur wenigen Klicks können sich Pendler registrieren, nach potenziellen Mitfahrern suchen und unkompliziert eine Fahrgemeinschaft bilden. Für die Nutzer selbst entstehen dabei keinerlei Kosten.

Spannend ist die Frage: Wer trägt eigentlich die Kosten? Während die öffentliche Hand einen Teil beisteuert, müssten vor allem Arbeitgeber ein starkes Interesse haben – schließlich profitieren sie von pünktlicheren, entspannteren und kostengünstiger anreisenden Mitarbeitern. Wir haken bei Pendla nach, denn auf dem Marktheidenfelder Flyer sind nur neun Unternehmen vermerkt. Ein Unternehmen muss pro Monat 149,– € zahlen. Wie werden dabei kleine Unternehmen berücksichtigt?

Die Plattform Pendla ist mit einer weiteren Anwendung verbunden und wertet die Pendlerstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit aus. Werden aufgrund dieser Daten die Arbeitgeber offensiv angegangen?

Konkurrenz für den ÖPNV?
Nur bedingt. Manche Strecken, vor allem länderübergreifend wie beispielsweise Marktheidenfeld–Wertheim, sind mit dem Bus nur schlecht erreichbar. Pendla bietet hier mehr Flexibilität und ermöglicht es, auf die individuellen Bedürfnisse der Pendler einzugehen. Das stärkt nicht nur die Mobilität, sondern auch das Miteinander. Es ist gut, dass sich die Kommunen Gedanken zum Verkehr machen.

Der Nutzen für alle
Weniger Autos auf den Straßen bedeuten weniger Staus, weniger Emissionen und eine bessere Ökobilanz. Von dieser Entlastung profitieren am Ende alle: die Umwelt, Pendler, Arbeitgeber und Kommunen.

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Haltestellen mit Bürgerbeteiligung

Haltestellen sind mehr als nur ein Ort zum Ein- und Aussteigen; sie sind Begegnungsorte, Informationspunkte und im Idealfall einladende Visitenkarte einer Stadt oder Gemeinde. Doch wie oft erleben wir das Gegenteil: zerkratzte Scheiben, verschmutzte Bänke, fehlende Fahrpläne. Dabei wäre das Potenzial hoch, wenn sich jemand wirklich kümmert.

Der Verkehrsverbund Calw denkt deshalb über ein innovatives Konzept nach: sogenannte Haltestellenpaten. Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Engagierte Bürgerinnen und Bürger übernehmen Verantwortung für „ihre“ Haltestelle, melden Schäden, geben Rückmeldung zu Sauberkeit und Pflege – und werden so Teil eines lebendigen Nahverkehrs. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Mitgestaltung.

Denn viele Haltestellen könnten deutlich besser genutzt werden. Oft fehlen die grundlegenden Informationen wie Linienpläne oder aktuelle Abfahrtszeiten. Auch Werbeflächen bleiben leer; dabei ließe sich hier nicht nur Geld verdienen, sondern auch gezielte Information für Fahrgäste oder Touristen unterbringen.

Ein besonders spannender Gedanke: Ein Schwarzes Brett für den Stadtteil oder das Dorf. Weshalb nicht Haltestellen als Kommunikationsort denken? Mit analogen oder digitalen Aushängen könnten sich Nachbarn austauschen, beispielsweise über Veranstaltungen, Hilfeangebote oder lokale Tipps. Wie schön wäre hier beispielsweise ein Bücherschrank?

Noch einen Schritt weiter geht die Idee von Digital Signage, also digitalen Anzeigetafeln. Gerade für Touristen wäre das ein Gewinn: interaktive Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Events, Gastronomie oder zur nächsten Verbindung – ansprechend präsentiert und stets aktuell.
Das könnte so aussehen:

Haltestellen müssen keine trostlosen Orte sein. Mit kreativen Ideen, etwas Pflege und digitaler Unterstützung können sie zu sympathischen Treffpunkten und modernen Informationsknoten werden für alle, die unterwegs sind.

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Die Beitrag-Links führen zu weiterführenden Informationen.

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Regionaler öffentlicher Verkehr, Chancen verpasst

In Bad Staffelstein fährt ein Bus. Naja, zumindest auf dem Papier. Leer. Einsam. Der Fahrplan? Ein Rätsel für sich. Wer ihn findet, hat das erste Abenteuer schon gemeistert. Wer ihn dann noch versteht, könnte glatt Verkehrsminister werden.

In der Region scheint der Glaube an den öffentlichen Verkehr geschwunden zu sein. Der Bus fährt höchstens ins Leere. Das Auto ist wieder heilig. Und warum? Weil sich der Nahverkehr oft nach dem Stundenplan von Schulen richtet – nicht nach dem echten Leben der Menschen.

Teuer ist der Spass auch noch. Logisch, wenn kaum jemand mitfährt und die Fahrten selten sind, wird’s eben richtig exklusiv. Nur eben ohne Komfort. Stattdessen sollten wir doch das Gegenteil tun: Über eine kostenlose Nutzung nachdenken, Taktfahrpläne einführen, verständliche Fahrpläne drucken. Das erinnert an Länder, in denen der Nahverkehr besser funktioniert.

Das Argument „Kein Geld!“ ist so alt wie die ersten Pferdekutschen. Aber wie wäre es mal mit: Das vorhandene Geld sinnvoll ausgeben? Mit Bürgerbeteiligung statt mangelnder Effizienz in der Verwaltung? Und Busunternehmen nicht nur auf den niedrigsten Preis drücken, sondern Anreize schaffen: für moderne Fahrzeuge, kundenfreundliche Angebote – und faire Löhne.

Doch der öffentliche Verkehr entwickelt sich kaum weiter. In den Ämtern wird verwaltet statt gestaltet. Leistungsprämien? Fehlanzeige. Visionen? Oft Mangelware. Und die Dorfpolitik will lieber an jeder dritten Kurve eine Haltestelle, als mal über Takt, Reichweite oder Nachfrage nachzudenken.

Fahrgastzählungen? Manchmal erscheinen sie überflüssig. Es gibt ja nichts zu zählen. Ausser Geisterfahrer im leeren Linienbus.

Und nun auch noch das Deutschlandticket: Bald teurer, bald unattraktiv. Statt das Angebot zu erweitern, wird die Nachfrage unterdrückt. Willkommen im Teufelskreis des Desinteresses.

Quo vadis, öffentlicher Verkehr? Wahrscheinlich zur nächsten Haltestelle – mutmasslich in der Sackgasse.

Zu diesem Anliegen wurde bereits ein Lied veröffentlicht, und seit 15 Jahren wird aktiv für positive Veränderungen eingesetzt.

Die Chancen wären da, um das Deutschlandticket erfolgreich zu fördern und somit wirklich etwas für die Bürger zu tun. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Preise erhöht werden, bis das Deutschlandticket an Attraktivität verliert. Es gibt jedoch zahlreiche Befürworter, die sich dafür einsetzen, den Preis vorerst bis 2029 stabil zu halten. Absolute Planungssicherheit ist selten gegeben, ebenso wie ein durchgehend optimaler Einsatz in allen Behörden nicht immer vollständig umsetzbar ist.

Baxi – zwischen Anspruch und Realität

In einem Flächenstaat wie Bayern, wo Dörfer weit auseinanderliegen und Busse nur sporadisch verkehren, könnte das Baxi eine ideale Lösung sein: ein flexibler Rufbus, der Reisende auf Bestellung zum nächsten Bahnhof oder Ausflugsziel bringt. Die Landratsämter riefen es ins Leben, um das Deutschlandticket auch abseits der Städte nutzbar zu machen. Theoretisch klingt das vielversprechend, doch in der Praxis gibt es noch Luft nach oben.

Das Baxi-Angebot ist zwar vorhanden, aber es ist schwer zugänglich. Die Fahrpläne sind ausgedünnt, und die Baxis verkehren oft nur zu festgelegten Zeiten. Wer mitfahren möchte, muss spätestens eine Stunde vorher anrufen, teils bei lokalen Nummern, die zentral, und oft nur zu Bürozeiten, bearbeitet werden. Wer ausserhalb dieser Zeiten ankommt oder spontan unterwegs ist, hat Pech. Und selbst bei rechtzeitigem Anruf kann es sein, dass kein Platz mehr frei ist. Ein Baxi ersetzt eben keinen Bus, sondern gleicht eher einem Taxi mit begrenzten Kapazitäten.

Das Potenzial des Baxi wird auch touristisch bisher kaum genutzt. Bei Messen und Veranstaltungen scheint das Angebot vielen Verantwortlichen kaum bekannt zu sein. Statt aktiv über die Möglichkeiten zu informieren, wird häufig auf das Auto verwiesen. Gäste, die bewusst mit dem öffentlichen Verkehr reisen möchten, finden selten hilfreiche Informationen – weder vor Ort noch online. Wer sich nicht selbst intensiv informiert, landet früher oder später doch wieder beim teuren Taxi.

Dabei gäbe es längst digitale Lösungen. Das DB-Tochterunternehmen ioki arbeitet beispielsweise an modernen, flexiblen Mobilitätskonzepten – einschliesslich autonom fahrender Kleinbusse. Doch bis diese Realität werden, braucht es einen klaren Willen: seitens der Politik, der Landkreise und nicht zuletzt auch des Tourismus.

Denn klar ist: Wenn Angebote nicht genutzt werden, verschwinden sie wieder. Doch wer nichts über sie weiss, kann sie auch nicht nutzen.

Das Baxi könnte ein Schlüssel für sanften, klimafreundlichen Tourismus im ländlichen Raum sein. Doch dafür braucht es bessere Kommunikation, einfache Buchungsmöglichkeiten und die Bereitschaft, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Nur dann kann das Baxi mehr sein als ein guter Ansatz: ein echter Gewinn für Gäste, Einheimische und die Umwelt.

Kritik am „nea mobil“ – Muss wirklich alles Geld kosten?

Der Landkreis Neustadt an der Aisch besteht aus vielen kleinen Dörfern und wenigen Städten. Wer hier von A nach B möchte, steht oft vor einem Problem: Es gibt kaum Busverbindungen, und ein flächendeckender Linienverkehr ist aufwendig und teuer. Genau deshalb hatte ich gehofft, dass mit „nea mobil“ endlich eine bürgernahe, bezahlbare Lösung kommt.

Doch was ist passiert?

Das sogenannte Rufbussystem nea mobil wird eingeführt und kostet direkt 3 Euro pro Fahrt. Für Menschen ohne Auto mag das nach einer fairen Lösung klingen. Doch wer kein Auto besitzt, tut dies oft nicht freiwillig, sondern aus finanziellen Gründen. Genau diese Menschen sollen nun für jede einzelne Fahrt zahlen.

Kein Platz für das BAXI?

Warum kein Baxi? Ein flexibler Fahrdienst, der in die Deutschlandticket-Struktur eingebunden ist. Wer das Ticket hat, könnte ihn ohne Zusatzkosten nutzen. Das wäre sozial, klimafreundlich und würde auch den ländlichen Raum nicht ausschliessen.

Doch für nea mobil wählte man einen anderen Weg: keine Integration ins Deutschlandticket, keine echte Flächenlösung, keine soziale Staffelung – dafür aber die klare Ansage: „Alles muss Geld kosten.“

Ein verkehrtes Signal

Das Deutschlandticket war als Entlastung gedacht, als Schritt zu mehr Gerechtigkeit im Nahverkehr. Doch mit jeder Zusatzgebühr, jedem teuren Rufbus verliert es an Glaubwürdigkeit. Statt innovativer Lösungen wie BAXI gibt es alte Denkweisen im neuen Gewand – auf Kosten derer, die es sich eben nicht leisten können, mit dem Auto zu fahren. Dies wird dann als Komfortzuschlag schön verpackt.

Muss wirklich alles teurer werden? Oder wollen wir ernsthaft etwas für die Bürger tun – und nicht nur über Mobilität reden?


Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte sowie zu weiterführenden Informationen.           

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DeutschlandTicket Pläne für 2025

Soll das Ticket ein Pendlerticket bleiben oder vielmehr zu einer Verkehrswende beitragen? Der öffentliche Verkehr kann günstig, einfach und entspannend sein. Diese Art zu reisen betrifft auch die Lösung von Fahrkarten. „Einmal bezahlt alles dabei“ könnte die vielen Angebote von Gästekarten für den öV obsolet werden lassen. Mein Blog zum DeutschlandTicket ist nun weitgehend abgeschlossen.

Ich nutze das DeutschlandTicket 2025 auf Reisen zu den Tourismusmessen und diskutiere über dessen Einsatz in der Reisebranche.

Hier stößt man aber auch auf Ablehnung. Wann werden hierzu politische Debatten angestossen? Weshalb ist die Fortführung des DeutschlandTickets jährlich unsicher, und weshalb geht es dann nur um Preiserhöhungen? Der öffentliche Verkehr in Deutschland kennt kaum langfristige Perspektiven.

Doch sollte der öffentliche Verkehr attraktiver werden. Die Inflation belastet, weshalb soll der Staat auch hier an der Preisschraube drehen? Stattdessen könnte er darauf einwirken, dass sich Freunde und Verwandte öfters begegnen können und durch das DeutschlandTicket Touristen willkommen geheissen werden.

Mit meinem Freund Jimmy habe ich einen gelegentlichen Reisepartner gefunden. Er ist begeisterter Bahnfahrer und fährt von der Schweizer Grenze ins Rheinland, trifft seine Jugendfreunde. Überdies lässt er sein Auto gerne stehen. 

In den Sommermonaten zwischen Juni und August werde ich immer wieder als Liedermacher nach Deutschland reisen und spontane Konzerte geben. Die Übernachtungen belasten dabei stark mein Budget, auch für Auftritte dürfte ich tief in die Tasche greifen. Daher freue ich mich über das DeutschlandTicket, da sich meine Fahrten dadurch günstig gestalten lassen. Wie lange aber noch? 

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Deutschland Ticket für den Tourismus

Deutschland verfügt über einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, der durch staatliche Investitionen gestützt wird. Angesichts seiner hohen Bevölkerungsdichte und einer guten Verteilung vieler Ballungsräume zählt das Land im internationalen Vergleich zur Spitzenklasse.

Im Travel & Tourism Development Index (TTDI) 2024 erreicht Deutschland 5 von 7 möglichen Punkten und liegt damit auf Platz 6 von 119 bewerteten Nationen. Die Verkehrs- und Hafeninfrastruktur erlangte mit 5,34 erhaltenen Punkten Platz 8. Ausländische Gäste bewerteten die Verkehrsanbindung 2022/23 allerdings mit der Schulnote 2,07.

Nur der DTV und die damit verbundenen Organisationen verschlafen wichtige Chancen.


Nachhaltige Mobilität und das Deutschlandticket

Das Deutschlandticket ist ein ideales Angebot für ausländische Gäste, die Wert auf nachhaltige Mobilität legen. Innerhalb des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) gilt der Linienverkehr – durch Bus, Bahn, sowie U-, S- und Trambahn – als Rückgrat der Mobilität.

Wesentliche Erfolgsfaktoren für den ÖPNV:

  • Streckenführung
  • Sinnvolle Taktung
  • Gut & verständlich gestaltete Anschlüsse.

Ein erfolgreiches Beispiel für den regionalen ÖPNV ist das PlusBus-System aus Mitteldeutschland. Es verbindet Züge des Schienennahverkehrs mit weiterführenden Buslinien im Stundentakt und kurzen Umsteigezeiten. Dies führte zu einer 86-prozentigen Steigerung des Fahrgastvolumens. Eine durchgängige Taktung auch außerhalb des Berufs- und Schulverkehrs wird als weitere Verbesserung angesehen.


Ergänzende Mobilitätsangebote

  1. Taxis und Rufbusse
    Taxis, insbesondere für Reisende mit Gepäck, schließen Mobilitätslücken. Rufbusse, die zum ÖPNV-Tarif buchbar sind, werden immer beliebter. Festpreise in kleineren Städten (bis 15.000 Einwohner) könnten hierfür eine attraktive Lösung sein, beispielsweise zugunsten eines kalkulierbaren Hotel-Transfer.
  2. Mitfahrbänke
    In einigen kleinen Orten gibt es Mitfahrbänke, die als sympathische und umweltfreundliche Mobilitätslösung dienen. Reisende, oft mit dem Ziel des nächst gelegenen Bahnhofs oder der nächst gelegenen Kreisstadt, können hier auf Mitfahrgelegenheiten warten. Ein Problem ist hierbei jedoch, dass oft Schilder mit Zielangaben fehlen.
  3. Fahrräder in Hotels
    Hotels sollten vermehrt Fahrräder anbieten, idealerweise in Kooperation mit lokalen Fahrradwerkstätten. Auch einfache, preisgünstige Fahrräder finden bei Gästen Anklang – Nicht immer müssen es E-Bikes sein.

Bedeutung der ÖPNV-Anbindung für touristische Ziele

Je attraktiver eine Destination, desto wichtiger ist eine gute Anbindung an den ÖPNV. Zwar bleibt ein Faktor für Unabhängigkeit der Autoverkehr, doch gerade im Urlaub werden nachhaltige Alternativen geschätzt – Insbesondere, wenn sie benutzerfreundlich sind, wie das Deutschlandticket.
Wünschenswert wären:

  • Übersichtliche Fahrpläne
  • Regelmäßiger Taktverkehr
  • Anbindung von Hotels außerhalb der Zentren.

Diese Maßnahmen kommen nicht nur Touristen, sondern auch Einheimischen zugute.


Soziale und kulturelle Vorteile des öffentlichen Verkehrs

Der ÖPNV bietet nicht nur Mobilität, sondern auch soziale Erlebnisse. Reisende können dadurch Einblicke in den Alltag der Einheimischen gewinnen und neue Menschen kennenlernen.

Ein Ausbau des Reisebusverkehrs würde den privaten Individualverkehr reduzieren. Reisebusse schaffen Gemeinschaft und bringen Gäste direkt zu den Zielen. Mit dem Deutschlandticket könnten sich Busreisende zusätzliche Freiheiten für eigene Entdeckungen verschaffen.


Schlussgedanken

Die Nutzung von Bahn und Bus bietet klare Vorteile hinsichtlich nachhaltigen und erholsamen Ferien. Dennoch bedarf es politischer Maßnahmen und einer verantwortungsbewussteren,stärkeren Zuständigkeit für den ÖPNV im Tourismus.

Strukturelle Probleme, wie fehlende Verantwortlichkeiten, sollten gelöst werden, um das volle Potenzial des öffentlichen Verkehrs für den Tourismus auszuschöpfen. Alle Appelle dazu versanden bisher.

Zum Tourismus war bereits ein weiterer Beitrag erschienen:

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Wie gut ist die Deutsche Bahn für Touristen geeignet?

Die Deutsche Bahn ist ein zentrales Verkehrsmittel in Deutschland und bietet Touristen die Möglichkeit, das Land bequem und relativ umweltfreundlich zu entdecken. Mit dem DeutschlandTicket, das für 63 Euro monatlich unbegrenztes Reisen im Nahverkehr ermöglicht, wurde ein wichtiger Schritt in Richtung eines einfacheren und günstigeren Zugangs zum öffentlichen Verkehr (öV) gemacht. Damit entfällt der Tarifdschungel und das Reisen wird extrem einfach. So können in der Umgebung von München Städte wie Freising oder Erding einfach erkundet werden:

Baden Württemberg Tourismus begrüsst ausdrücklich das DeutschlandTicket:

Wir begrüßen das 2023 eingeführte Deutschlandticket sehr und befürworten eine dauerhafte Sicherstellung des Angebots. Das Ticket ermöglicht eine unkomplizierte, flexible und preisgünstige Nutzung des Regionalverkehrs in ganz Deutschland und über regionale Verkehrsverbünde hinweg. Damit fördert es insbesondere die nachhaltige Mobilität.

Der Tourismus profitiert vom Deutschlandticket vor allem im Bereich der Tagesausflüge und Kurzurlaube. Wer ohnehin ein entsprechendes Ticket hat, kann damit einfach und spontan auch an den Wochenenden Ausflüge oder Reisen in die nähere Umgebung unternehmen und dabei das Auto stehen lassen. Das Deutschlandticket bietet für Destinationen, Reisende und Urlaubsanbieter einen echten Mehrwert.

Aber ist die Deutsche Bahn wirklich so gut für ausländische Touristen geeignet?

Die Realität: Zugausfälle, schlechte Ansagen und fehlende Verantwortliche

Viele ausländische Touristen berichten von wiederkehrenden Problemen, wenn sie mit der Deutschen Bahn reisen. Ständige Zugausfälle, unklare oder unverständliche Durchsagen und das Fehlen von Ansprechpartnern vor Ort machen die Reise oft stressig. Hinzu kommt, dass sich viele Touristen aufgrund sprachlicher Barrieren verloren fühlen. Informationen erfolgen oft nur auf Deutsch, was die Orientierung erschwert. Und niemand vermag es, verlässliche Angaben zu machen.

Zudem gibt es nicht überall WiFi, und viele Touristen haben mittels Smartphone nur hohe Roaming-Kosten. Dabei wäre es so schön, flexibel durch Deutschland zu reisen.

Was können Touristiker tun?

Eine bessere Vermarktung des öV für ausländische Touristen erfordert mehr als nur Werbung. Es geht hierbei auch um die Gestaltung attraktiver und leicht verständlicher Produkte. Hier sollten Touristiker zusammen mit der Deutschen Bahn spezifische Angebote für Touristen entwickeln. Nur weder Deutschland Tourismus noch die Deutsche Bahn scheinen dies tun zu mögen.
Einige Anregungen hierzu:

Komfortable Orientierung

Die Beschilderung an den Bahnhöfen ist schlecht. Schienenersatzverkehr bedeutet sogar für Einheimische ein Spiessrutenlaufen. Wirklich gute Beschilderungen bestehen, doch fehlen oft Netzpläne. Am Ende stellt sich dies als Aufgaben der Kommunen.

Kombiangebote

Touristen schätzen es, wenn sich die Nutzung des öV vorteilhaft gestalten lässt. So könnten fortwährend besser erklärte Shuttles zu Sehenswürdigkeiten bestehen oder die Preise für Sehenswürdigkeiten und Touren rabattiert werden. Auch könnten wieder Fahrpläne ausgegeben werden oder entsprechende Apps ohne Registrierung zur Info genutzt werden, letzteres durch Nutzung von WebApps.

Was sollte die Deutsche Bahn tun?

Die Deutsche Bahn sollte neben der Einführung des DeutschlandTickets auch weitere Maßnahmen ergreifen, um Touristen das Reisen zu erleichtern:

Bessere Möglichkeiten mit Smartphone

Es bräuchte intelligentere, mehrsprachige Apps und vor allem Ansprechpartner. Die folgende Idee mit den Bildschirmen in den Bahnhöfen könnte auch via Smartphone angeboten werden.

Zuverlässigkeit verbessern

Die häufigen Zugausfälle und Verspätungen schaden nicht nur dem Image, sondern verunsichern auch Reisende, die das deutsche Bahnsystem zum ersten Mal nutzen. Zudem sollte mehr Personal bereitgestellt werden. Es kann doch nicht sein, dass Deutschland Bürgergeld finanziert, statt den Empfängern dieses Geldes eine sinnvolle Aufgabe zu übertragen.

Was fordern wir von der Politik?

Die Politik sollte den öffentlichen Verkehr verantwortlich führen. Deutschland wird als Autoland gesehen. Investitionen in die Infrastruktur sind gut und schön, doch die meisten anderen Kunden, bzw. Kunden des ö.V., leiden übermässig unter Missmanagement.

Am Tourismustag in Bayern hatte ich das Gefühl, dass die Politik unglücklich über das Ticket ist. Die Züge sind schon zu voll, und die Landbewohner besitzen alle ein Auto. Eine Politik mit der Zukunft im Blick sähe allerdings anders aus.

Außerdem sollten klare Standards für mehrsprachige Informationen in Zügen und Bahnhöfen festgelegt werden. Vor allem die Busfahrer sollten wissen, wo sie unterwegs sind und nicht nur fahren. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Tourismusorganisationen und der Deutschen Bahn könnte zudem helfen, gezielte Angebote für ausländische Touristen zu schaffen.

Amerikaner auf Tour mit dem DeutschlandTicket

Im Zug nach Stuttgart traf ich zwei Amerikaner, die das DeutschlandTicket begeistert nutzen. Dank der Möglichkeit, das Ticket inzwischen auch mit Kreditkarte zu bezahlen, ist es für internationale Reisende noch attraktiv geworden, denn eine europäische IBAN-Nummer braucht es hierfür nicht, bzw. zumindest bei einigen Verkehrsverbünden nicht, wie dem Stuttgarter Verkehrsbund. Am einfachsten ist der Kauf via Deutschlandticket.de.

Eine Übersicht ergibt der folgenden Beitrag. Dort fehlt jedoch der Stuttgarter Verkehrsverbund, diesbezüglich sollte vorher überprüft werden,
DeutschlandTicket mit Kreditkarte.

Für längere Strecken greift das Pärchen auf dem Foto auf ICE-Tickets zurück, schätzt aber die Flexibilität, die das DeutschlandTicket im Nahverkehr bietet, ein positives Zeichen für den Tourismus und die Zukunft des Reisens in Deutschland.

Schweizer Grenzgänger

Die deutschen Verkehrsverbünde an der Schweizer Grenze scheinen wenig Interesse an Schweizer Kunden zu haben. Denn eine Schweizer IBAN wird nicht akzeptiert. Als mögliche Alternative könnten Dienste wie Revolut oder Wise dienlich sein, sie bieten eine EU-IBAN an und werben oft mit geringeren Gebühren. Doch ist das wirklich die Lösung? So stellt man sich doch keine effektive Tourismusförderung vor.

Fazit

Insgesamt gesehen ist das DeutschlandTicket ein wichtiges Element, um Deutschland zu entdecken. Aber noch viel Verbesserungspotenzial besteht – besonders zugunsten ausländischen Reisenden. Etliche Incoming-Agenturen warnen vor der Deutschen Bahn, was auf ein Armutszeugnis der Politik hinweist. Andererseits ist Deutschland relativ gut erschlossen, und die Bundesländer investieren viel in den Nahverkehr. Mit einigen kleinen Aufbesserungen, gerade in der Beschilderung, Information und hinsichtlich Ansprechpartnern vor Ort könnte viel gewonnen werden. Es gibt zu viele Negativbeispiele für ein Land, das einst für seine Organisation bewundert wurde.

Eine Reise mit dem DeutschlandTicket kann für Touristen im öffentlichen Verkehr sehr entspannend sein. Die Touristiker sollten sich diesem Argument anschliessen. Aber auch durch das Ticket erzielte Verbesserungen, wodurch sich jenen mit geringen Budgets mehr Chancen eröffnen, gibt es genug.

Eine Studie der Grünen setzt sich mit dem Thema DeutschlandTicket und Tourismus auseinander:

Nur es hapert mit der Einstellung

Die Meinung des Verbandes DTVG

Bitte gestatten Sie uns bzgl. Ihrer Anmerkung zur „Tourismusförderung durch das DeutschlandTicket“ folgenden Hinweis: Das DeutschlandTicket ist ein vom deutschen Staat (jeweils hälftig Bund und Länder) mit 3 Mrd. € p.a. hochgradig subventioniertes Angebot für Pendler. Mithin trägt also der deutsche Steuerzahler oder „die Allgemeinheit“ diese Kosten. Es erschließt sich uns nicht, warum der deutsche Staat, bzw. die deutschen Steuerzahler, den Tourismus fördern sollten.

Die Einstellung eines Rentners auf einer gemeinsamen Zugfahrt nach Dresden dagegen:

Da ist der Regierung mit dem DeutschlandTicket ein grossartiger Wurf gelungen. Doch anscheinend möchte man den normalen Bürgern nichts Gutes tun, sondern ihn nur abkassieren. Der Staat ist für die Reichen da. Sie werden sehen, entweder wird das DeutschlandTicket abgeschafft, oder es wird demnächst 150 € monatlich kosten.

Die Deutsche Bahn auf der ITB:

Das DeutschlandTicket ist kein Produkt der Deutschen Bahn, und alles wird von der Politik und vom Wähler bestimmt. Wir haben keinen Einfluss darauf. Weshalb sollen wir das DeutschlandTicket auf der Leitmesse des Tourismus präsentieren?

Damit ist die Bahn in guter Gesellschaft. Der deutsche Tourismus sieht keinerlei Aufbruchstimmung zu mehr Nachhaltigkeit und hinsichtlich Ausflüge innerhalb Deutschlands mittels öffentlichem Verkehr.

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Die Links innerhalb des Textflusses führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte.



Die Deutsche Bahn vor Gericht zerren!

Jeder ärgert sich über die Deutsche Bahn, Zugausfälle, geschlossene Toiletten, schlechte Informationen und ein ausgedünntes Netz. Das Personal kommt da schon mal an seine Grenzen, beispielsweise in einem ICE, wo ich leise Gitarre spielte und sich andere Fahrgäste beschwerten.

Eine Beschwerden über mich hörte sich wie folgt an: Sie hören sofort auf, sonst verlassen Sie bei der nächsten Haltestelle den Zug, und ich übergebe Sie der Polizei. Wir müssen darüber nicht diskutieren, und die Kosten für den Extrahalt gehen zu Ihren Lasten. 

Im Nachhinein schade, dass ich das Angebot ablehnte, vielleicht hätte die Bahn und nicht ich die Kosten für den außerordentlichen Halt übernehmen müssen. Ich erwartete, dass hier der Schaffner schlichtet, statt einseitig mich anzubrüllen.

Ich verarbeitete das Trauma als Liedermacher und klagte tatsächlich gegen die Deutsche Bahn in Berlin, Fehlverhalten des Personals. Zuerst stellte ich eine Rechnung, später einen Mahnbescheid ausgelöst, schliesslich die Verhandlung. Meine Klage wurde wegen eines Formfehlers abgewiesen. Denn die Deutsche Bahn in Berlin ist eine reine Holding, betreibt keine Züge und ist auch nicht für das Personal verantwortlich. Deutsche Bahn, warum hast du mich in eine Falle gelockt, statt den Fall aufzuarbeiten?

Es war dennoch ein Pyrrhussieg für die Deutsche Bahn, denn ausbaufähig ist sie wirklich. Eine weitere Beschwerde musste ich dennoch anbringen, dabei machte ich diesmal keine Formfehler. Sowohl ich als auch die DB, Fernverkehr GmbH in Frankfurt, bezogen irgendwie im Vorfeld Stellung darauf. 

Trotzdem wollte ich eine öffentliche Verhandlung, um die erlebten Schwächen vom Bahnverkehr aufzuzeigen. Ich Ich wünsche mir auch mehr Wertschätzung gegenüber den Fahrgästen, solche, die auch mit den Fahrgastrechten abgedeckt sind. Die Bahn sollte ebenfalls dazulernen.

Die Verhandlung fand statt

Montag, 29. Juli 2024, 9:30
Amtsgericht Frankfurt
Goldsteinstr. 145, (Zugang über Hahnstrasse 25) Frankfurt am Main
Gebäude G, Zimmer 112

(App) Abrechnung mit dem Kunden?

Bei der Verhandlung habe ich die App angegriffen, um hier einen Anspruch auf Genugtuung zu festigen. Als ich im 10. Dezember 2023 nach München gefahren bin, sind alle Züge aus Zürich Richtung Deutschland am Morgen ausgefallen. Auf der App lediglich ein Hinweis fällt aus. Flixbus nehmen?

Aktuelle Fälle, wo die App mit sinnvollen Links und Informationen angereichert werden kann. 

28.6.2024 – Störung Stuttgart
Nach Singen sind Züge angezeigt gewesen, die nicht gefahren sind. Bei Böblingen eine Betriebsstörung. Vielleicht dorthin die S-Bahn. Was ist passiert ist, keine Information. Mitarbeiter in Stuttgart suchte man vergeblich. Als Alternative Richtung Süden hat es Friedrichshafen und Karlsruhe. Via Karlsruhe habe ich mein Ziel erreicht. 

28.7.24  – SEV Babenhausen
Kein Hinweis auf der App, wo der SEV abfährt, die Fahrzeiten sind falsch gewesen und wieder einmal weder eine Ansage im Zug, noch Mitarbeiter vor Ort.

29.7.24 – Bahnersatzverkehr Essen
Ursprünglich sollte Duisburg erreicht werden, der Zug ist kurzfristig in Koblenz ausgefallen. Alternative via Düsseldorf, dort erneut keine offizielle Orientierung, wo der Bus genau abfährt. Gegenüberliegend vom Hauptbahnhof Düsseldorf sind zwei Haltestellen für den Ersatzverkehr gekennzeichnet, nur für welchen?

30.7.24 – Bahnersatzverkehr Düsseldorf
Ich bin von Essen-Werden nach Düsseldorf via Kettwig gefahren. Kurzfristig hat es eine Oberleitungsstörung in Ratingen Ost gegeben. Statt den SEV einfach weiter nach Ratingen Mitte zu verlängern, wurde ein anderer SEV eingesetzt. Der in der App angezeigte Bus ist nicht pünktlich genommen, alle Reisenden haben andere lokale Busse genutzt. 

Eine gute Disposition ist eine schwierige Aufgabe. Nur in der Schweiz klappt es halt. Warum in Deutschland nicht? Die App könnte kurzfristig mit Links angereichert werden, die ausführlich informieren.

Und eine negative Erfahrung mit Schienenersatzverkehr ist Anreiz gewesen, die Webseite zu beginnen

Eine Information ist mit WordPress innert weniger Minuten ins Netz gestellt. Vielleicht gibt es sogar eine Webseite dazu von privaten Betreibern. Wobei ich der Meinung bin, das ist Aufgabe der Bahn.

Wie stärkt das DeutschlandTicket die Nachhaltigkeit?

Im Rahmen meiner Deutschlandreisen überlegte ich mir, über ein gleiches Modell in der Schweiz zu diskutieren. Mit einem interessanten Beitrag brachte sich das VCS aktiv ein. Im Rahmen des „9 Euro Ticket“ wurde die Frage auch dem Schweizer Parlament gestellt.

Die Antwort darauf fällt für mich nicht gerade ermunternd aus:

Bereits heute wird der ÖV in der Schweiz gut bis sehr gut frequentiert. Mit einem 9-Euro-Ticket riskieren wir, dass Busse und Züge überfüllt und die Kundschaft entsprechend unzufrieden ist. Einerseits erleidet der ÖV in der Schweiz dadurch einen Imageverlust. Andrerseits besteht die Gefahr, dass die bestehende Kundschaft (z. B. Pendler) aufgrund des überfüllten ÖV zumindest während der Aktionsphase auf das Auto umsteigen. Zudem ist davon auszugehen, dass viele durch die Aktion angeworbene Neukunden den ÖV nicht weiter benutzen, wenn sie nach 3 Monaten die normalen Tarife bezahlen müssen. Mit gezielten Aktionen ist der öffentliche Verkehr bereits heute darum bemüht, Personen zum Umsteigen auf Bahn oder Bus zu bewegen. Die mit einer solchen Aktion verbundenen Ertragsausfälle der ÖV-Branche müssten durch den Bund gedeckt werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis rechtfertig die Einführung eines 9-Euro-Tickets in der Schweiz nicht.

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz beurteilt die Frage nach stark vergünstigtem ÖV vor allem aus einer umweltpolitischen Optik. Daraus ergeben sich für mich folgende relevante Punkte:

Grundsätzliche Haltung des VCS zu stark vergünstigtem ÖV ist: Den ÖV zu nehmen, anstatt das Auto, ist umweltschonender. Der ÖV benötigt über drei Mal weniger Energie pro Kopf. Darum stösst er auch weniger klimaschädliches CO2 aus. Das Auto erfordert zudem viel Platz (für Parkplätze und Strassen), und oft ist nur eine Person in einem einzigen Auto unterwegs. Zudem macht der ÖV deutlich weniger Lärm als der Autoverkehr. Aber auch der ÖV ist nicht die umweltfreundlichste Fortbewegungsform: Mit dem Velo oder zu Fuß zu gehen, braucht gar keine chemische oder elektrische Energie, verursacht keinen Lärm und benötigt auch kaum Platz. Deshalb: Für die Umwelt ist es am besten, man geht zu Fuss oder mit dem Velo und nutzt für notwendige und längere Distanzen den öffentlichen Verkehr.

Umwelt-Aspekt Verlagerung / Modalsplitverschiebung: Es ist schwierig abzuschätzen, ob ein stark vergünstigter öV zu einer Verlagerung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr führen wird oder eher zu einem Umsteigen von Fuss- und vor allem Veloverkehr zum öV.

Gefahr Finanzierungslücke: Ebenfalls problematisch ist, dass ein zu günstiger ÖV die Gefahr birgt, dass der ÖV im Vergleich zu heute unterfinanziert wird und dies zu einer Abnahme dessen Qualität und damit einhergehend zu einem längerfristig weniger attraktiven und damit weniger genutzten öffentlichen Verkehr führt.

Umwelt-Aspekt Zersiedelung: Potentiell kann günstiger ÖV außerdem zu einer weiteren Zersiedlung führen, da die Kosten für dementsprechend längere Wegstrecken wegfallen.

Gratis ÖV bei Jugendlichen: Jugendlichen sollte einen einfachen und günstigen Zugang zum ÖV gewährt werden. So können sie schon früh gute Erfahrungen mit dem ÖV machen und entscheiden sich später eher dazu, gar kein eigenes Auto zu kaufen. Aber gleichzeitig ist es auch problematisch, wenn der ÖV praktisch nichts kostet. Das sendet ein falsches Signal aus. Denn auch der ÖV verbraucht Energie. Einfach viel herum zu fahren, nur weil es sehr günstig ist, schadet der Umwelt. Der VCS ist der Meinung, dass grundsätzlich so wenig wie möglich gefahren werden soll, einerlei ob mit ÖV oder im Auto. Ist der ÖV zu günstig, führt das zu mehr Verkehr. Um Jugendlichen einen guten Zugang zum ÖV zu ermöglichen, gibt es bereits heute viele Vergünstigungen zu verschiedenen Abonnements. Und das funktioniert; drei von vier Jugendlichen in der Schweiz besitzen ein ÖV Abonnement.

Verkehrsspitzen: Mit stark vergünstigten ÖV-Billetten für alle könnte man keine Steuerung mehr betreiben, um die Spitzenzeiten im ÖV zu brechen. Dadurch bestände das Risiko, dass die Passagierzahlen zu Spitzenzeiten immer stärker zunehmen.

Deshalb ist der VCS grundsätzlich für Maßnahmen zugunsten eines gut funktionierenden und verlässlichen ÖV sowie für Vergünstigungen zugunsten einzelner Gesellschaftsgruppen, um auch diesen den Zugang zum ÖV zu vereinfachen, wie beispielsweise mittels tieferer Preise von Halbtax-Abonnements oder durch Spar-Billette, aber sie ist gegen einen generell stark-vergünstigten ÖV.
Mobilität hat ihren Preis. Dieser soll für alle erschwinglich, aber nicht fast gratis sein.

Eine weitere Frage, ob ein bundesweit günstiges Ticket für den Tourismus in Frage kommt, wird in der Diskussion eher kritisch betrachtet. Andererseits wäre für Touristen das Reisen mit solch einem Ticket viel unkomplizierter, denn ein sich ständig wiederholender Ticketkauf würde so entfallen.

Ferner sollte sich die Tourismusindustrie für den Verkauf eines solchen Tourismus-Tickets engagieren und nicht das Parlament. Hinsichtlich diverser Gästekarten, wie beispielsweise der Konus, wird das ja bereits getan. Aber vorteilhafter wäre es, wenn es dazu für alle Schweizer oder deutschen Verkehrsverbünde eine einheitliche Lösung gäbe.

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