Wie gut ist die Deutsche Bahn für Touristen geeignet?

Die Deutsche Bahn ist ein zentrales Verkehrsmittel in Deutschland und bietet Touristen die Möglichkeit, das Land bequem und relativ umweltfreundlich zu entdecken. Mit dem DeutschlandTicket, das für 63 Euro monatlich unbegrenztes Reisen im Nahverkehr ermöglicht, wurde ein wichtiger Schritt in Richtung eines einfacheren und günstigeren Zugangs zum öffentlichen Verkehr (öV) gemacht. Damit entfällt der Tarifdschungel und das Reisen wird extrem einfach. So können in der Umgebung von München Städte wie Freising oder Erding einfach erkundet werden:

Baden Württemberg Tourismus begrüsst ausdrücklich das DeutschlandTicket:

Wir begrüßen das 2023 eingeführte Deutschlandticket sehr und befürworten eine dauerhafte Sicherstellung des Angebots. Das Ticket ermöglicht eine unkomplizierte, flexible und preisgünstige Nutzung des Regionalverkehrs in ganz Deutschland und über regionale Verkehrsverbünde hinweg. Damit fördert es insbesondere die nachhaltige Mobilität.

Der Tourismus profitiert vom Deutschlandticket vor allem im Bereich der Tagesausflüge und Kurzurlaube. Wer ohnehin ein entsprechendes Ticket hat, kann damit einfach und spontan auch an den Wochenenden Ausflüge oder Reisen in die nähere Umgebung unternehmen und dabei das Auto stehen lassen. Das Deutschlandticket bietet für Destinationen, Reisende und Urlaubsanbieter einen echten Mehrwert.

Aber ist die Deutsche Bahn wirklich so gut für ausländische Touristen geeignet?

Die Realität: Zugausfälle, schlechte Ansagen und fehlende Verantwortliche

Viele ausländische Touristen berichten von wiederkehrenden Problemen, wenn sie mit der Deutschen Bahn reisen. Ständige Zugausfälle, unklare oder unverständliche Durchsagen und das Fehlen von Ansprechpartnern vor Ort machen die Reise oft stressig. Hinzu kommt, dass sich viele Touristen aufgrund sprachlicher Barrieren verloren fühlen. Informationen erfolgen oft nur auf Deutsch, was die Orientierung erschwert. Und niemand vermag es, verlässliche Angaben zu machen.

Zudem gibt es nicht überall WiFi, und viele Touristen haben mittels Smartphone nur hohe Roaming-Kosten. Dabei wäre es so schön, flexibel durch Deutschland zu reisen.

Was können Touristiker tun?

Eine bessere Vermarktung des öV für ausländische Touristen erfordert mehr als nur Werbung. Es geht hierbei auch um die Gestaltung attraktiver und leicht verständlicher Produkte. Hier sollten Touristiker zusammen mit der Deutschen Bahn spezifische Angebote für Touristen entwickeln. Nur weder Deutschland Tourismus noch die Deutsche Bahn scheinen dies tun zu mögen.
Einige Anregungen hierzu:

Komfortable Orientierung

Die Beschilderung an den Bahnhöfen ist schlecht. Schienenersatzverkehr bedeutet sogar für Einheimische ein Spiessrutenlaufen. Wirklich gute Beschilderungen bestehen, doch fehlen oft Netzpläne. Am Ende stellt sich dies als Aufgaben der Kommunen.

Kombiangebote

Touristen schätzen es, wenn sich die Nutzung des öV vorteilhaft gestalten lässt. So könnten fortwährend besser erklärte Shuttles zu Sehenswürdigkeiten bestehen oder die Preise für Sehenswürdigkeiten und Touren rabattiert werden. Auch könnten wieder Fahrpläne ausgegeben werden oder entsprechende Apps ohne Registrierung zur Info genutzt werden, letzteres durch Nutzung von WebApps.

Was sollte die Deutsche Bahn tun?

Die Deutsche Bahn sollte neben der Einführung des DeutschlandTickets auch weitere Maßnahmen ergreifen, um Touristen das Reisen zu erleichtern:

Bessere Möglichkeiten mit Smartphone

Es bräuchte intelligentere, mehrsprachige Apps und vor allem Ansprechpartner. Die folgende Idee mit den Bildschirmen in den Bahnhöfen könnte auch via Smartphone angeboten werden.

Zuverlässigkeit verbessern

Die häufigen Zugausfälle und Verspätungen schaden nicht nur dem Image, sondern verunsichern auch Reisende, die das deutsche Bahnsystem zum ersten Mal nutzen. Zudem sollte mehr Personal bereitgestellt werden. Es kann doch nicht sein, dass Deutschland Bürgergeld finanziert, statt den Empfängern dieses Geldes eine sinnvolle Aufgabe zu übertragen.

Was fordern wir von der Politik?

Die Politik sollte den öffentlichen Verkehr verantwortlich führen. Deutschland wird als Autoland gesehen. Investitionen in die Infrastruktur sind gut und schön, doch die meisten anderen Kunden, bzw. Kunden des ö.V., leiden übermässig unter Missmanagement.

Am Tourismustag in Bayern hatte ich das Gefühl, dass die Politik unglücklich über das Ticket ist. Die Züge sind schon zu voll, und die Landbewohner besitzen alle ein Auto. Eine Politik mit der Zukunft im Blick sähe allerdings anders aus.

Außerdem sollten klare Standards für mehrsprachige Informationen in Zügen und Bahnhöfen festgelegt werden. Vor allem die Busfahrer sollten wissen, wo sie unterwegs sind und nicht nur fahren. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Tourismusorganisationen und der Deutschen Bahn könnte zudem helfen, gezielte Angebote für ausländische Touristen zu schaffen.

Amerikaner auf Tour mit dem DeutschlandTicket

Im Zug nach Stuttgart traf ich zwei Amerikaner, die das DeutschlandTicket begeistert nutzen. Dank der Möglichkeit, das Ticket inzwischen auch mit Kreditkarte zu bezahlen, ist es für internationale Reisende noch attraktiv geworden, denn eine europäische IBAN-Nummer braucht es hierfür nicht, bzw. zumindest bei einigen Verkehrsverbünden nicht, wie dem Stuttgarter Verkehrsbund. Am einfachsten ist der Kauf via Deutschlandticket.de.

Eine Übersicht ergibt der folgenden Beitrag. Dort fehlt jedoch der Stuttgarter Verkehrsverbund, diesbezüglich sollte vorher überprüft werden,
DeutschlandTicket mit Kreditkarte.

Für längere Strecken greift das Pärchen auf dem Foto auf ICE-Tickets zurück, schätzt aber die Flexibilität, die das DeutschlandTicket im Nahverkehr bietet, ein positives Zeichen für den Tourismus und die Zukunft des Reisens in Deutschland.

Schweizer Grenzgänger

Die deutschen Verkehrsverbünde an der Schweizer Grenze scheinen wenig Interesse an Schweizer Kunden zu haben. Denn eine Schweizer IBAN wird nicht akzeptiert. Als mögliche Alternative könnten Dienste wie Revolut oder Wise dienlich sein, sie bieten eine EU-IBAN an und werben oft mit geringeren Gebühren. Doch ist das wirklich die Lösung? So stellt man sich doch keine effektive Tourismusförderung vor.

Fazit

Insgesamt gesehen ist das DeutschlandTicket ein wichtiges Element, um Deutschland zu entdecken. Aber noch viel Verbesserungspotenzial besteht – besonders zugunsten ausländischen Reisenden. Etliche Incoming-Agenturen warnen vor der Deutschen Bahn, was auf ein Armutszeugnis der Politik hinweist. Andererseits ist Deutschland relativ gut erschlossen, und die Bundesländer investieren viel in den Nahverkehr. Mit einigen kleinen Aufbesserungen, gerade in der Beschilderung, Information und hinsichtlich Ansprechpartnern vor Ort könnte viel gewonnen werden. Es gibt zu viele Negativbeispiele für ein Land, das einst für seine Organisation bewundert wurde.

Eine Reise mit dem DeutschlandTicket kann für Touristen im öffentlichen Verkehr sehr entspannend sein. Die Touristiker sollten sich diesem Argument anschliessen. Aber auch durch das Ticket erzielte Verbesserungen, wodurch sich jenen mit geringen Budgets mehr Chancen eröffnen, gibt es genug.

Eine Studie der Grünen setzt sich mit dem Thema DeutschlandTicket und Tourismus auseinander:

Nur es hapert mit der Einstellung

Die Meinung des Verbandes DTVG

Bitte gestatten Sie uns bzgl. Ihrer Anmerkung zur „Tourismusförderung durch das DeutschlandTicket“ folgenden Hinweis: Das DeutschlandTicket ist ein vom deutschen Staat (jeweils hälftig Bund und Länder) mit 3 Mrd. € p.a. hochgradig subventioniertes Angebot für Pendler. Mithin trägt also der deutsche Steuerzahler oder „die Allgemeinheit“ diese Kosten. Es erschließt sich uns nicht, warum der deutsche Staat, bzw. die deutschen Steuerzahler, den Tourismus fördern sollten.

Die Einstellung eines Rentners auf einer gemeinsamen Zugfahrt nach Dresden dagegen:

Da ist der Regierung mit dem DeutschlandTicket ein grossartiger Wurf gelungen. Doch anscheinend möchte man den normalen Bürgern nichts Gutes tun, sondern ihn nur abkassieren. Der Staat ist für die Reichen da. Sie werden sehen, entweder wird das DeutschlandTicket abgeschafft, oder es wird demnächst 150 € monatlich kosten.

Die Deutsche Bahn auf der ITB:

Das DeutschlandTicket ist kein Produkt der Deutschen Bahn, und alles wird von der Politik und vom Wähler bestimmt. Wir haben keinen Einfluss darauf. Weshalb sollen wir das DeutschlandTicket auf der Leitmesse des Tourismus präsentieren?

Damit ist die Bahn in guter Gesellschaft. Der deutsche Tourismus sieht keinerlei Aufbruchstimmung zu mehr Nachhaltigkeit und hinsichtlich Ausflüge innerhalb Deutschlands mittels öffentlichem Verkehr.

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Die Links innerhalb des Textflusses führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte.



Die Deutsche Bahn vor Gericht zerren!

Jeder ärgert sich über die Deutsche Bahn, Zugausfälle, geschlossene Toiletten, schlechte Informationen und ein ausgedünntes Netz. Das Personal kommt da schon mal an seine Grenzen, beispielsweise in einem ICE, wo ich leise Gitarre spielte und sich andere Fahrgäste beschwerten.

Eine Beschwerden über mich hörte sich wie folgt an: Sie hören sofort auf, sonst verlassen Sie bei der nächsten Haltestelle den Zug, und ich übergebe Sie der Polizei. Wir müssen darüber nicht diskutieren, und die Kosten für den Extrahalt gehen zu Ihren Lasten. 

Im Nachhinein schade, dass ich das Angebot ablehnte, vielleicht hätte die Bahn und nicht ich die Kosten für den außerordentlichen Halt übernehmen müssen. Ich erwartete, dass hier der Schaffner schlichtet, statt einseitig mich anzubrüllen.

Ich verarbeitete das Trauma als Liedermacher und klagte tatsächlich gegen die Deutsche Bahn in Berlin, Fehlverhalten des Personals. Zuerst stellte ich eine Rechnung, später einen Mahnbescheid ausgelöst, schliesslich die Verhandlung. Meine Klage wurde wegen eines Formfehlers abgewiesen. Denn die Deutsche Bahn in Berlin ist eine reine Holding, betreibt keine Züge und ist auch nicht für das Personal verantwortlich. Deutsche Bahn, warum hast du mich in eine Falle gelockt, statt den Fall aufzuarbeiten?

Es war dennoch ein Pyrrhussieg für die Deutsche Bahn, denn ausbaufähig ist sie wirklich. Eine weitere Beschwerde musste ich dennoch anbringen, dabei machte ich diesmal keine Formfehler. Sowohl ich als auch die DB, Fernverkehr GmbH in Frankfurt, bezogen irgendwie im Vorfeld Stellung darauf. 

Trotzdem wollte ich eine öffentliche Verhandlung, um die erlebten Schwächen vom Bahnverkehr aufzuzeigen. Ich Ich wünsche mir auch mehr Wertschätzung gegenüber den Fahrgästen, solche, die auch mit den Fahrgastrechten abgedeckt sind. Die Bahn sollte ebenfalls dazulernen.

Die Verhandlung fand statt

Montag, 29. Juli 2024, 9:30
Amtsgericht Frankfurt
Goldsteinstr. 145, (Zugang über Hahnstrasse 25) Frankfurt am Main
Gebäude G, Zimmer 112

(App) Abrechnung mit dem Kunden?

Bei der Verhandlung habe ich die App angegriffen, um hier einen Anspruch auf Genugtuung zu festigen. Als ich im 10. Dezember 2023 nach München gefahren bin, sind alle Züge aus Zürich Richtung Deutschland am Morgen ausgefallen. Auf der App lediglich ein Hinweis fällt aus. Flixbus nehmen?

Aktuelle Fälle, wo die App mit sinnvollen Links und Informationen angereichert werden kann. 

28.6.2024 – Störung Stuttgart
Nach Singen sind Züge angezeigt gewesen, die nicht gefahren sind. Bei Böblingen eine Betriebsstörung. Vielleicht dorthin die S-Bahn. Was ist passiert ist, keine Information. Mitarbeiter in Stuttgart suchte man vergeblich. Als Alternative Richtung Süden hat es Friedrichshafen und Karlsruhe. Via Karlsruhe habe ich mein Ziel erreicht. 

28.7.24  – SEV Babenhausen
Kein Hinweis auf der App, wo der SEV abfährt, die Fahrzeiten sind falsch gewesen und wieder einmal weder eine Ansage im Zug, noch Mitarbeiter vor Ort.

29.7.24 – Bahnersatzverkehr Essen
Ursprünglich sollte Duisburg erreicht werden, der Zug ist kurzfristig in Koblenz ausgefallen. Alternative via Düsseldorf, dort erneut keine offizielle Orientierung, wo der Bus genau abfährt. Gegenüberliegend vom Hauptbahnhof Düsseldorf sind zwei Haltestellen für den Ersatzverkehr gekennzeichnet, nur für welchen?

30.7.24 – Bahnersatzverkehr Düsseldorf
Ich bin von Essen-Werden nach Düsseldorf via Kettwig gefahren. Kurzfristig hat es eine Oberleitungsstörung in Ratingen Ost gegeben. Statt den SEV einfach weiter nach Ratingen Mitte zu verlängern, wurde ein anderer SEV eingesetzt. Der in der App angezeigte Bus ist nicht pünktlich genommen, alle Reisenden haben andere lokale Busse genutzt. 

Eine gute Disposition ist eine schwierige Aufgabe. Nur in der Schweiz klappt es halt. Warum in Deutschland nicht? Die App könnte kurzfristig mit Links angereichert werden, die ausführlich informieren.

Und eine negative Erfahrung mit Schienenersatzverkehr ist Anreiz gewesen, die Webseite zu beginnen

Eine Information ist mit WordPress innert weniger Minuten ins Netz gestellt. Vielleicht gibt es sogar eine Webseite dazu von privaten Betreibern. Wobei ich der Meinung bin, das ist Aufgabe der Bahn.

Wie stärkt das DeutschlandTicket die Nachhaltigkeit?

Im Rahmen meiner Deutschlandreisen überlegte ich mir, über ein gleiches Modell in der Schweiz zu diskutieren. Mit einem interessanten Beitrag brachte sich das VCS aktiv ein. Im Rahmen des „9 Euro Ticket“ wurde die Frage auch dem Schweizer Parlament gestellt.

Die Antwort darauf fällt für mich nicht gerade ermunternd aus:

Bereits heute wird der ÖV in der Schweiz gut bis sehr gut frequentiert. Mit einem 9-Euro-Ticket riskieren wir, dass Busse und Züge überfüllt und die Kundschaft entsprechend unzufrieden ist. Einerseits erleidet der ÖV in der Schweiz dadurch einen Imageverlust. Andrerseits besteht die Gefahr, dass die bestehende Kundschaft (z. B. Pendler) aufgrund des überfüllten ÖV zumindest während der Aktionsphase auf das Auto umsteigen. Zudem ist davon auszugehen, dass viele durch die Aktion angeworbene Neukunden den ÖV nicht weiter benutzen, wenn sie nach 3 Monaten die normalen Tarife bezahlen müssen. Mit gezielten Aktionen ist der öffentliche Verkehr bereits heute darum bemüht, Personen zum Umsteigen auf Bahn oder Bus zu bewegen. Die mit einer solchen Aktion verbundenen Ertragsausfälle der ÖV-Branche müssten durch den Bund gedeckt werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis rechtfertig die Einführung eines 9-Euro-Tickets in der Schweiz nicht.

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz beurteilt die Frage nach stark vergünstigtem ÖV vor allem aus einer umweltpolitischen Optik. Daraus ergeben sich für mich folgende relevante Punkte:

Grundsätzliche Haltung des VCS zu stark vergünstigtem ÖV ist: Den ÖV zu nehmen, anstatt das Auto, ist umweltschonender. Der ÖV benötigt über drei Mal weniger Energie pro Kopf. Darum stösst er auch weniger klimaschädliches CO2 aus. Das Auto erfordert zudem viel Platz (für Parkplätze und Strassen), und oft ist nur eine Person in einem einzigen Auto unterwegs. Zudem macht der ÖV deutlich weniger Lärm als der Autoverkehr. Aber auch der ÖV ist nicht die umweltfreundlichste Fortbewegungsform: Mit dem Velo oder zu Fuß zu gehen, braucht gar keine chemische oder elektrische Energie, verursacht keinen Lärm und benötigt auch kaum Platz. Deshalb: Für die Umwelt ist es am besten, man geht zu Fuss oder mit dem Velo und nutzt für notwendige und längere Distanzen den öffentlichen Verkehr.

Umwelt-Aspekt Verlagerung / Modalsplitverschiebung: Es ist schwierig abzuschätzen, ob ein stark vergünstigter öV zu einer Verlagerung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr führen wird oder eher zu einem Umsteigen von Fuss- und vor allem Veloverkehr zum öV.

Gefahr Finanzierungslücke: Ebenfalls problematisch ist, dass ein zu günstiger ÖV die Gefahr birgt, dass der ÖV im Vergleich zu heute unterfinanziert wird und dies zu einer Abnahme dessen Qualität und damit einhergehend zu einem längerfristig weniger attraktiven und damit weniger genutzten öffentlichen Verkehr führt.

Umwelt-Aspekt Zersiedelung: Potentiell kann günstiger ÖV außerdem zu einer weiteren Zersiedlung führen, da die Kosten für dementsprechend längere Wegstrecken wegfallen.

Gratis ÖV bei Jugendlichen: Jugendlichen sollte einen einfachen und günstigen Zugang zum ÖV gewährt werden. So können sie schon früh gute Erfahrungen mit dem ÖV machen und entscheiden sich später eher dazu, gar kein eigenes Auto zu kaufen. Aber gleichzeitig ist es auch problematisch, wenn der ÖV praktisch nichts kostet. Das sendet ein falsches Signal aus. Denn auch der ÖV verbraucht Energie. Einfach viel herum zu fahren, nur weil es sehr günstig ist, schadet der Umwelt. Der VCS ist der Meinung, dass grundsätzlich so wenig wie möglich gefahren werden soll, einerlei ob mit ÖV oder im Auto. Ist der ÖV zu günstig, führt das zu mehr Verkehr. Um Jugendlichen einen guten Zugang zum ÖV zu ermöglichen, gibt es bereits heute viele Vergünstigungen zu verschiedenen Abonnements. Und das funktioniert; drei von vier Jugendlichen in der Schweiz besitzen ein ÖV Abonnement.

Verkehrsspitzen: Mit stark vergünstigten ÖV-Billetten für alle könnte man keine Steuerung mehr betreiben, um die Spitzenzeiten im ÖV zu brechen. Dadurch bestände das Risiko, dass die Passagierzahlen zu Spitzenzeiten immer stärker zunehmen.

Deshalb ist der VCS grundsätzlich für Maßnahmen zugunsten eines gut funktionierenden und verlässlichen ÖV sowie für Vergünstigungen zugunsten einzelner Gesellschaftsgruppen, um auch diesen den Zugang zum ÖV zu vereinfachen, wie beispielsweise mittels tieferer Preise von Halbtax-Abonnements oder durch Spar-Billette, aber sie ist gegen einen generell stark-vergünstigten ÖV.
Mobilität hat ihren Preis. Dieser soll für alle erschwinglich, aber nicht fast gratis sein.

Eine weitere Frage, ob ein bundesweit günstiges Ticket für den Tourismus in Frage kommt, wird in der Diskussion eher kritisch betrachtet. Andererseits wäre für Touristen das Reisen mit solch einem Ticket viel unkomplizierter, denn ein sich ständig wiederholender Ticketkauf würde so entfallen.

Ferner sollte sich die Tourismusindustrie für den Verkauf eines solchen Tourismus-Tickets engagieren und nicht das Parlament. Hinsichtlich diverser Gästekarten, wie beispielsweise der Konus, wird das ja bereits getan. Aber vorteilhafter wäre es, wenn es dazu für alle Schweizer oder deutschen Verkehrsverbünde eine einheitliche Lösung gäbe.

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Pressekonferenz zum DeutschlandTicket

Ein Jahr lang werde ich monatlich zu einer Reise mit dem DeutschlandTicket aufbrechen. Besonders meine touristischen Webseiten zu Reisethemen kann ich damit weiterhin füllen. Doch wie habe ich die Reisen erlebt? Wie und was sind meine Eindrücke und meine Anregungen für die Zukunft.

Die Schweiz gilt bezüglich ihres öffentlichen Verkehrs als nahezu perfekt. Was könnte ein neuartiges günstiges Angebot der SBB bewirken, oder wäre so etwas völlig unnötig? Doch das DeutschlandTicket zeigt auf, dass ein kostengünstiger Preis die Züge füllt. Einfach einmal auch in der Schweiz S-Bahnen und Busse zum monatlichen Preis von CHF 49.– anzubieten, wäre doch ein Versuch oder zumindest ein Probelauf wert!

Ein erhebliches Hindernis in Deutschland macht allerdings der lokale Busverkehr aus. Weshalb dominiert hier der Schulverkehr, und wieso werden Bushaltestellen und Busfahrpläne oft so knapp mit Informationen ausgestattet? Beispielsweise fehlen an Bushaltestellen übersichtliche Netzpläne, und nebenbei sind diese lieblos gestaltet. Zig Fragen auf meinen Reisen durch Deutschland sind mir zum öffentlichen Verkehr in Deutschland und in der Schweiz aufgekommen.

Inhalt der Pressekonferenz

Stephan Zurfluh machte sich monatlich einmal auf den Weg, um Deutschland zu erkunden, günstig mit dem DeutschlandTicket. Er lernte dabei immer neue Menschen kennen, sah dabei viele ihm noch unbekannte Reisedestinationen und verarbeitet seine Eindrücke auf seinen Webseiten.

Auch heute begibt er sich noch oft mit dem DeutschlandTicket auf Entdeckungstour. Dabei setzt er sich gedanklich mit dem öffentlichen Verkehr und gesellschaftlichem Leben auseinander. Immer dabei ist seine Gitarre. Spontan trägt er Lieder vor, verschenkt Liederblätter und manchmal auch eine Swatch.

Mittlerweile ist Stephan Zurfluh über 60, in Deutschland aufgewachsen, lebte er mittlerweile in mehreren Ländern. Nun konnte er einen beachtlichen Teil der Vielfalt Deutschlands mit seinen pittoresken Städten sehen. Die Webseite zum DeutschlandTicket erläutert den öffentlichen Verkehr in Deutschland und bildet den Auftakt vieler Reiseideen. Darunter sind viele Geheimtipps aufzuspüren.

An der Pressekonferenz präsentiert er mit Leidenschaft und Liedern seine Eindrücke. Nur, „dazu kam es bisher nicht“. Die vielen Einladungen verhallten. So bleibt es denn, am Ball zu bleiben und die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs kritisch zu verfolgen.

Die Presseinformation zur Pressekonferenz

Fahrradproblem im Nahverkehr

Das DeutschlandTicket bietet eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, das gesamte Nahverkehrsnetz in Deutschland zu nutzen. Doch bei der Mitnahme von Fahrrädern gibt es leider keine einheitliche Regelung. Jeder Verkehrsverbund handhabt die Fahrradmitnahme unterschiedlich, was für Reisende oft verwirrend und frustrierend sein kann.

Viele Busse sind nicht für den Transport von Fahrrädern ausgestattet. Eine praktikable Lösung wäre der Einsatz von Fahrradanhängern, insbesondere während der Stoßzeiten am Morgen und Abend. Solche Anhänger könnten mehr Fahrräder aufnehmen und den Transport für Pendler und Reisende erleichtern. Leider sind diese Informationen oft schwer zu finden, und die Verfügbarkeit variiert stark je nach Region.

Für Reisende, die ihr Fahrrad mitnehmen möchten, gibt es eine einheitliche Fahrradkarte zum Preis von 6,50 Euro pro Tag und deckt alle Verkehrsverbünde ab. Eine klare und transparente Regelung zur Fahrradmitnahme im Rahmen des DeutschlandTickets wäre wünschenswert, um den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver und nutzerfreundlicher zu gestalten. Die Leute nehmen zum Reisen gern das Fahrrad mit in die Bahn. Über dieses Thema diskutiere ich öfters.

Mit dem eigenen Rad ist man unabhängig, andererseits fehlen vor allem oft an Wochenenden Plätze in den Zügen. Ferner sollte der Radverleih vorab organisiert werden, dessen Mietpreise allerdings das Ausflug-Budget schnell mal belasten können. Dazu werden aber auch neue Ideen entwickelt. Wir führen Ihnen hier einmal ein Unternehmen vor, welches ein Abo-Modell kennt:

Eine Gruppe war unterwegs mit dem Zug, und im Fahrradabteil war eine Türe defekt. Der Zug war so voll. Wie auf dem nachfolgenden Foto zu erkennen ist, ist nirgendwo anders Platz. Und während der ganzen Reise konnten sie nie aussteigen, denn der Bahnsteig befand sich immer vor der defekten Tür. Weder in Plochingen konnten sie aussteigen, noch zuvor oder danach. Die Reiseroute führte bis zur Endstation nach Stuttgart. Insofern oblag es der Gruppe, von dort ein gutes Stück Strecke mit dem Zug zurückzufahren.

Viele Zugreisende sind mit E-Bikes unterwegs. Diese sind schwierig über Treppen zu transportieren. Direkte Umstiege auf gegenüberliegenden Perrons erweisen sich selten als möglich, da zwischen den Gleisen oft keine Perrons existieren. Überdies fehlt den Zügen immer noch ein barrierefreier Einstieg. Die E-Bikes benutzen die Lifte. Sie meinen als erste alleine den Lift zu benutzen, statt viele Reisende mit schweren Trollies vorzulassen.

„Vielleicht besser Fahrräder leihen? Doch dann müsste man wieder zum Ausgangspunkt fahren, um das Rad zurückzugeben. Was könnte man mit jenen beliebten Touren des Folgens von Flussläufen alles anstellen? Es steckt bestimmt noch reichlich Potenzial im Radtourismus mit dem DeutschlandTicket!“

Wer reisen will, sollte den touristischen Radverleih nutzen. Die Besitzer der teuren E-Bikes hätten das Geld.

Ob Fahrräder mit DeutschlandTicket kostenlos mitgenommen werden können, ist unklar geregelt. Grundsätzlich steht es jedem Verkehrsverbund frei, wie er das regelt. Manchmal bestehen eigene Regelungen auf Länderebene. 

Während den Pendlerzeiten bis 9:00 Uhr morgens ist es jedenfalls ratsam, ohne Fahrrad in Zügen unterwegs zu sein, denn bei überfüllten Zügen gebührt den herkömmlichen Fahrgästen den Vorrang. Oft sind für die Fahrräder keine Fahrradkarten gelöst, und die meisten Reisenden gehen von einer Gratismitnahme der Räder aus. Dort, wo wir nachgefragt haben, ist es auch tatsächlich so gewesen.

In diesem Zusammenhang das Statement des ADFC

Zum Problem der Fahrradmitnahme im Nahverkehr habe ich anhand des Statements von ADFC-Bundesvorstand Christoph Schmidt folgendes zitiert:

„Im Nahverkehr kann man Fahrräder meist mitnehmen, aber auf den Hauptrouten der Radreisenden ergeben sich oft chaotische Szenen. Man muss dann darauf sehr flexibel reagieren und schlimmstenfalls einen Zug später nehmen, sollte das Fahrradabteil zu voll sein. Auch ärgerlich ist es, dass die Fahrradmitnahme in dem ansonsten wirklich tollen Deutschlandticket nicht standardmäßig enthalten ist. In einigen wenigen Bundesländern besteht eine kostenlose Fahrradmitnahme, welche aber oft zeitlich beschränkt ist. Allerdings in den meisten Bundesländern muss man Fahrradtickets mühsam und teuer dazu buchen. Viele Kunden scheitern an der Unübersichtlichkeit der Tarife, den Buchungs-Apps und Verkehrsverbünden. Während Deutschland das Tarifsystem hinsichtlich Personentransport radikal vereinfachte, bräuchte es für die Fahrradmitnahme weiterhin eine Art Tarifabitur, um das Nutzen des Angebotes verstehen zu können. Dies sollte sich unbedingt ändern. „Rad zusammen mit Bahn“ macht als klimafreundlichen Verkehr ein unschlagbares Team aus, doch so einem Team sollte man es so einfach wie möglich machen.“

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Links innerhalb von Textabschnitten führen hier zu entsprechenden Bahnrouten auf der Weltkarte.

Wartezeit in Eberbach

Wer mit dem DeutschlandTicket unterwegs ist muss damit rechnen, auch mal in einem Provinzbahnhof zu landen, um dort auf den nächsten Anschluss zu warten. 54 Minuten warten in Eberbach; alles pünktlich, nur der lokale Bus nach Michelstadt ist kaum koordiniert. Schon sechs Minuten vor der offiziellen Ankunftszeit ist er abgefahren.

Im Bahnhof findet sich zwar eine Buchhandlung, doch die Zeit hat genügt, um ins Städtchen zu spazieren. Die Bahnhöfe wurden früher immer leicht abseits des Zentrums gebaut, damit die Dampflokomotiven nicht alles verschmutzen.

Am Sonntagabend dann ein Fest in Eberbach; eine Band hat dort Hits und eigene Lieder gespielt. Ein Bier, ein Schwatz und die Wartezeit ist wie im Flug vergangen. Können solche spontanen Erlebnisse eingeplant werden?

Sicherlich, wer einen unbekannten Ort passiert und dort umsteigen muss, kann sich dort schlaumachen; darüber, was so läuft und vielleicht die Reise sogar umplanen. In Eberbach soll jenes Kloster sein, in welchem der Hergang des Films “Der Name der Rose” spielt. Deutschland bietet schon viele Überraschungen, und mit dem DeutschlandTicket können solche Orte entdeckt werden. 

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Die Links innerhalb der Textabschnitte führen zu den entsprechenden Bahnstrecken und Ortschaften auf der Weltkarte.

Transcality – Kontakt zur Wissenschaft

Anhand des DeutschlandTickets gilt es auch, das hohe Transportaufkommen besser zu bewältigen. Auf dem Start Summit 2024 in St. Gallen hab ich die Transcality AG getroffen, ein Spin Off der ETH (Ableger der ETH). Das Team dieser AG misst Verkehrsströme und gibt dadurch Empfehlungen ab, die dazu führen, dass der Verkehr gerade während Bauvorhaben besser steuerbar ist.

„Ja,“ viel geforscht wird, und er kenne jemanden an der TUM München, der sich genau mit der Problematik beschäftigt, so ein Mitarbeiter. Weiter; sicherlich sorgen sich einige Wissenschaftler darum, wie vor allem der öffentliche Verkehr im ländlichen Raum besser funktionieren könne. Dabei muss ich selbst nur schon an die zahlreichen leeren Busse in meiner Heimatstadt Selb denken, „eine Loose-Loose-Loose Situation!“ 

Die Rentner möchten dafür nicht zahlen, der Busfahrer langweilt sich, die Gelder werden fehlgeleitet. „Eine ewig währende Geschichte?“

Nachfolgend eine Studie vom VCD darüber, wie der öffentliche Verkehr im ländlichen Raum akzeptiert wird;

Sämtliche Bemühungen, damit sich hier etwas ändert, scheiterten. Vielleicht bringt ein junger Wissenschaftler mehr Glück in die Begebenheit und Positives kommt ins Rollen. Im Internet habe ich einen Fachbeitrag entdeckt, welcher von zwei Wissenschaftlerinnen Claudia Nobis und Melanie Herget verfasst wurde:

Die Krux mit den Gästekarten

Ich bin im Schwarzwald unterwegs und übernachte in Kappelrodeck. Die Unterkunft übergibt mir eine Konus Gästekarte. Diese beinhaltet einen kostenlosen Zugang zum öffentlichen Verkehr:

Webseite zur Konus Gästekarte

Offiziell sind damit keine Vergünstigungen für gewisse Dienstleistungen vorgesehen. Allerdings erhält man eine Ermäßigung auf den Eintritt des Nationalpark Museums sowie einen Rabatt auf eine Weinprobe beim Winzer.

Doch wirklich entschlossen propagiert wird die Konus Karte nicht. Auf den Hotel-Buchungsseiten ist hinsichtlich Anreisen mit öffentlichem Verkehr kein Hinweis darüber vermerkt. Überdies muss die Konus Karten jeder Gastgeber per Post zusenden, denn es besteht keine elektronische Version. 

Für die Attraktionen im Schwarzwald wird die Schwarzwaldkarte verkauft: 

Informationen zur Schwarzwald Card

Wie sieht die Zukunft der Konus Karte aus? Die Vereinbarung dazu treffen die Gemeinden gemeinsam mit Schwarzwaldtourismus. Einige Gemeinden beteiligen sich nicht daran, so beispielsweise Achern. Wann wird die Konus Karte elektronisch angelegt? Weshalb führt die Konus Karte ein Mauerblümchen-Dasein?

Weshalb erfordert es eine bestimmte Zahl an Übernachtungen in Gemeinden, um an diesem Angebot teilnehmen zu können. Muss wirklich immer inklusive Kurtaxe abgerechnet werden? Wieso nur werben für die Konus Karte so wenige Hotels? Auf der FESPO in Zürich kam zwischen den Ausstellern des Schwarzwald-Standes und gegenüber Besuchern kein Wort über Konus auf. Sowohl in einem Hotel in Villingen als auch in Freiburg erhielt ich keine Konus Karte. Umso mehr braucht es also das DeutschlandTicket.

Das Gleiche gilt wahrscheinlich auch hinsichtlich anderer Gästekarten. Alle machen sie einen Anreiz zugunsten des öffentlichen Verkehrs aus und sind eine prima Sache. Reisen Gäste mit dem Auto an, bevorzugen auch sie ab und zu öffentliche Verkehrsmittel. Nur bräuchte es dazu auch mehr Bereitschaft von Gastgebern, den öffentlichen Verkehr zu unterstützen.  

Die Links innerhalb der Absätze mit Text führen zu den entsprechenden Orten und Gebieten auf der Weltkarte.

Ländlicher Raum – warum wollt ihr denn nicht? 

Während meiner Reisen habe ich festgestellt, dass der öffentliche Verkehr in den Gemeinden dringend überarbeitet werden sollte. Es scheint, als ob gerade dort Stillstand herrscht. Ich habe so gehofft, dass meine schöne Heimatstadt Selb eine Ausnahme wäre. Leider ist die Situation für Reisende dort sehr verwirrend: unklare Fahrpläne, wenige regelmäßige Verbindungen, alles scheint auf den Schulverkehr ausgerichtet zu sein. Beim Einsteigen bilden sich lange Schlangen, jeder muss sein Ticket vorweisen. Es scheint, dass es kein effektives Controlling gibt, da die Kommunen die Aufträge vergeben.

Ein Busunternehmer hat mich an das Landratsamt weitergeleitet und mir den dort zuständigen Mitarbeiter genannt. Leider sind meine E-Mails unbeantwortet geblieben, und ein geplantes Telefongespräch ist nie zustande gekommen. Jedes Mal, wenn ich noch heute dort anrufe, ist der besagte Mitarbeiter in einer Besprechung, und Rückrufe bleiben aus.

Seit einem Jahrzehnt setze ich mich in Selb für Veränderungen ein, doch bisher scheint sich wenig zu bewegen.

Taxis spielen eine zunehmende Rolle als Rufbusse, mit festen Bestellzeiten und -orten sowie zusätzlichen Kosten für Abos.

Statt nur die Bahn zu kritisieren, sollten wir auch oder besonders den öffentlichen Verkehr in ländlichen Gebieten genauer betrachten, wo noch beachtliches Verbesserungspotenzial besteht. Es scheint, dass mehr Leidenschaft und Diskussionen notwendig sind, um den öffentlichen Verkehr effektiver zu gestalten, unabhängig vom Schulverkehr.

Freiwillige wie in Butjadingen oder Ideen zu Mitfahrgelegenheiten wie in Spalt könnten Wege eröffnen, um den öffentlichen Verkehr zu stärken und zu bereichern:

Es ist wichtig, dass solche Maßnahmen vorgelebt werden. Mitarbeiter im öffentlichen Dienst könnten hier eine Vorreiterrolle übernehmen. Manche Bürgermeister haben ein Dienstauto mit Chauffeur, einer von ihnen könnte gut einen Bürger mitnehmen und so neue Blickwinkel kennenlernen.

Es wird auch oft über Geld diskutiert, aber die Mittel werden häufig ebenso ohne Debatte ausgegeben. Ich sehe wirklich nur wenige Pläne, um den öffentlichen Verkehr zu verbessern. Aber eine Überarbeitung und optimierte Fahrpläne könnten schnell umgesetzt werden.

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Die Links innerhalb der Absätze mit Text führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte.

Fahrgastinformation – Sache des Flughafens

Die S-Bahn ist aufgrund von Bauarbeiten außer Betrieb. In Stuttgart läuft gerade die CMT Messe, das kalte und schneereiche Wetter ist ideal für Reparaturen. Am Busbahnhof wird fälschlicherweise ein anderer Abfahrtsperron angezeigt als vorgesehen. Nun müssen die Wartenden halt zu einem anderen Bahnsteig gehen. Ein Mitarbeiter vor Ort erklärt, dass das Abfahrtsterminal vom Flughafen verwaltet wird, und sie keinen Einfluss auf die Anzeigetafeln haben.

Es kommt kein Bus rechtzeitig an. Verzweifelt versucht der Lokführer darüber Informationen zu erhalten. Schliesslich trifft unser Bus doch noch ein. Die Fahrt dauert wesentlich länger als geplant, es scheint, dass unser Busfahrer seine eigene Strecke nicht kennt und sich verirrt hat. Im Bus gibt es weder Anzeigen noch Hinweise. Wozu wurden hier überhaupt Lautsprecher installiert? Während der Fahrt wäre hier ein sachkundiger Begleiter äußerst hilfreich.

Dort wo wir schliesslich aussteigen ist kein Bahnhof zu sehen. Wir folgen der Meute zum nächsten Bus, denn einen direkten Bus nach Böblingen gibt es zur Zeit nicht, und der Zug war ja offiziell schon abgefahren.

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Die Links innerhalb der Absätze mit Text führen zu entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte.