Erfurt als Herz des Deutschlandtickets 

Wer mit dem Deutschlandticket das Land erkundet, lernt schnell: Der Weg ist das Ziel, aber der richtige Umstiegsbahnhof entscheidet über Frust oder Freude. Nach meinem Besuch einer Reisemesse in Erfurt steht für mich fest: Erfurt Hauptbahnhof ist nicht nur ein Knotenpunkt, sondern das heimliche Highlight für Regio-Reisende.

Die perfekte Anbindung: In alle Himmelsrichtungen

Erfurt liegt geografisch fast perfekt in der Mitte Deutschlands. Das macht den Bahnhof zu einem idealen strategischen Ankerpunkt für Touren mit dem Regionalexpress (RE).

  • Der Süden ruft (Nürnberg & Stuttgart): Dank der modernen Infrastruktur ist man mit dem RE 29 in nur rund zwei Stunden von Nürnberg in Erfurt. Die Strecke ist schnell, komfortabel und zeigt, dass Regionalverkehr heute kaum noch hinter dem Fernverkehr zurücksteht. Auch die Anreise aus Richtung Stuttgart lässt sich über Nürnberg hervorragend verknüpfen.
  • Ab in den Osten nach Dresden: Auch die sächsische Landeshauptstadt ist von Erfurt aus wunderbar erreichbar. Mit dem Regionalexpress geht es zunächst nach Leipzig, wo man bequem in den RE 50 (Saxonia-Express) umsteigt. Dieser bringt einen in direktem Takt nach Dresden. So lässt sich eine Tour durch die schönsten Städte des Ostens perfekt planen.
  • Ab in den Norden (Göttingen, Hannover & Hamburg): Von Erfurt aus bringt Sie der RE direkt nach Göttingen. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung nach Hannover und weiter in die Hansestadt Hamburg.
  • Kurs auf die Hauptstadt: Auch Berlin ist bestens angebunden. Über die Strecke via Halle (Saale) oder Lutherstadt Wittenberg gelangen Sie mit dem Regionalexpress zügig in die Metropole, ohne auf teure ICE-Tickets angewiesen zu sein.

Ein Aufenthalt mit Qualität

Nichts ist schlimmer als ein zugiger Bahnsteig ohne Verpflegung, doch Erfurt macht hier vor, wie ein moderner Bahnhof aussehen muss. Der Bahnhof  lädt förmlich dazu ein, die Umstiegszeit zu genießen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Ob ein schneller Snack oder ein gemütlicher Kaffee; eine gute Auswahl ist vorhanden. Dazu kommt eine Drogierie für vergessene Zahnbürste oder Erfrischungne. Die angenehme Atmosphäre, die historische Architektur mit modernem Glasbau verbindet, sorgt zudem dafür, dass man sich dank der kurzen und übersichtlichen Wege sofort zurechtfindet.

Mein Fazit: So macht das Deutschlandticket Spass

Mein Trip zur Reisemesse in Erfurt hat mir gezeigt: Mit dem Deutschlandticket zu reisen kann bequem sein. Wenn die Knotenpunkte so gut funktionieren wie in Erfurt, wird das Umsteigen zum Teil des Urlaubs. Erfurt ist eine Stadt, deren Besuch sich lohnt. 

Ratgeber für Städte in Deutschland

Das Deutschlandticket hat die Planung von innerdeutschen Städtereisen fundamental verändert. Es ermöglicht die kostengünstige und flexible Nutzung des gesamten Nah- und Regionalverkehrs und eröffnet damit neue Wege, um Ziele abseits der Hauptverkehrsadern zu entdecken. Wer seine Reise optimal planen und sich inspirieren lassen möchte, findet auf der Webseite von Michael Richter wertvolle und spannende Reisetipps, die sich mit dem Deutschlandticket realisieren lassen.

Michael Richter präsentiert viele attraktive Städten und Regionen. Das Besondere an seiner Arbeit ist der gezielte Fokus darauf, welche dieser Destinationen sich hervorragend für die Anreise mittels Nah- und Regionalverkehr eignen. Er stellt damit eine wunderbare Inspirationsquelle zur Verfügung, indem die Plattform Reisenden konkrete und praktische Hilfestellung bei deren Reiseplanung bietet. Da er von großen Metropolen bis hin zu weniger bekannten, aber sehenswerten Orten viele Regionen abdeckt, füllt seine Arbeit eine wichtige Lücke für all jene, die das Potenzial des Deutschlandtickets voll ausschöpfen und primär den öffentlichen Nahverkehr nutzen möchten.

➡️ Entdecken Sie die für sie stimmigen Reiseziele, und planen Sie Ihre nächste Tour unter:
www.staedtetripsindeutschland.de/

Gerne wird Ihnen Herr Richter bei der Reiseplanung helfen;

Michael Richter
Brem 5
D-83246 Unterwössen

+49 1567 957 2418
info@staedtetripsindeutschland.de
staedtetripsindeutschland.de

Rothenburger Hof – perfekte Bahnlage

Ein Hotel direkt am Bahnhof ist Gold wert, besonders mit dem Deutschlandticket. Wer abends ankommt, checkt ohne Umwege ein; wer morgens anreist, startet mit Kaffee und Croissant in den Tag. In den Metropolen decken IntercityHotels diesen Bedarf ab. In Rothenburg ob der Tauber – einem der beliebtesten Ziele Frankens – übernimmt direkt gegenüber vom Bahnhof der Rothenburger Hof diese Rolle.

Warum hierbleiben?

Der Rothenburger Hof überzeugt durch seine unschlagbare Lage: Man steigt aus dem Zug, überquert die Straße und ist schon am Ziel. Am Morgen wartet ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, die Zimmer sind schlicht, sauber und funktional, was genau das Richtige für einen Kurzaufenthalt ist. Und das Beste: In nur zehn Gehminuten erreicht man die Altstadt von Rothenburg mit ihren romantischen Gassen und historischen Plätzen. Praktischer kann ein Städtetrip kaum beginnen.

Bahnhofshotels – unterschätzte Perlen

Gerade in kleineren Orten sind Unterkünfte am Bahnhof ein echter Segen. Neben Rothenburg sind auch andere Orte erwähnenswert:

  • Marktredwitz mit dem Meister Bär Hotel, direkt gegenüber des Bahnhofs.
  • Görlitz, wo jenes Hotel nahe des Bahnhofs an alte Zeiten erinnert und die Innenstadt nur wenige Schritte entfernt liegt.
  • Bad Reichenhall, mit Hotels und Pensionen in unmittelbarer Nähe, ideal für Gäste, die ohne Auto anreisen.
  • In Wernigerode am Harzrand finden Reisende in Bahnhofsnähe gleich mehrere Unterkünfte, was entspannend für Fahrten mit der Harzer Schmalspurbahn ist.

Ganz anders dagegen Hof: Immer noch ein wichtiger Bahnhof; hier liegt bequemer Hotelkomfort weit vom Bahnhof entfernt. Nicht gerade einladend für späte Ankünfte oder frühe Abfahrten ist das.

Mehr Leben in die Bahnhöfe

Bahnhöfe sind Orte der Begegnung. Kleine Pensionen im Bahnhofsgebäude und bessere Gastronomie würden sie spürbar aufwerten. Vielleicht sorgt aber bereits das Deutschlandticket dafür, dass diese Knotenpunkte wieder stärker pulsieren. Gemeinden und die Deutsche Bahn sind gefragt, gemeinsam Lösungen zu finden – für Reisende, Pendler und die lokale Szene.

Fazit

Genau das richtige Haus am richtigen Ort ist der Rothenburger Hof, ein gut-bürgerliches Hotel: bahnhofsnah, unkompliziert, mit ordentlichem Frühstück, auch für Tagesgäste und kurzer Distanz zur Altstadt. Für Deutschlandticket-Reisende die praktische Wahl in Rothenburg ob der Tauber.


Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

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Pendla – Gemeinsam zur Arbeit

In Marktheidenfeld bin ich auf eine interessante Initiative gestoßen: Pendla. Das Projekt, das sich über Beiträge von Kommunen und Arbeitgebern finanziert, möchte Fahrgemeinschaften fördern und so den Berufsverkehr umweltfreundlicher gestalten.

Die Idee ist simpel: Mit nur wenigen Klicks können sich Pendler registrieren, nach potenziellen Mitfahrern suchen und unkompliziert eine Fahrgemeinschaft bilden. Für die Nutzer selbst entstehen dabei keinerlei Kosten.

Spannend ist die Frage: Wer trägt eigentlich die Kosten? Während die öffentliche Hand einen Teil beisteuert, müssten vor allem Arbeitgeber ein starkes Interesse haben – schließlich profitieren sie von pünktlicheren, entspannteren und kostengünstiger anreisenden Mitarbeitern. Wir haken bei Pendla nach, denn auf dem Marktheidenfelder Flyer sind nur neun Unternehmen vermerkt. Ein Unternehmen muss pro Monat 149,– € zahlen. Wie werden dabei kleine Unternehmen berücksichtigt?

Die Plattform Pendla ist mit einer weiteren Anwendung verbunden und wertet die Pendlerstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit aus. Werden aufgrund dieser Daten die Arbeitgeber offensiv angegangen?

Konkurrenz für den ÖPNV?
Nur bedingt. Manche Strecken, vor allem länderübergreifend wie beispielsweise Marktheidenfeld–Wertheim, sind mit dem Bus nur schlecht erreichbar. Pendla bietet hier mehr Flexibilität und ermöglicht es, auf die individuellen Bedürfnisse der Pendler einzugehen. Das stärkt nicht nur die Mobilität, sondern auch das Miteinander. Es ist gut, dass sich die Kommunen Gedanken zum Verkehr machen.

Der Nutzen für alle
Weniger Autos auf den Straßen bedeuten weniger Staus, weniger Emissionen und eine bessere Ökobilanz. Von dieser Entlastung profitieren am Ende alle: die Umwelt, Pendler, Arbeitgeber und Kommunen.

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Wie geht’s weiter?

Eine Stellwerkstörung legt den Zugverkehr in Kitzingen lahm. Zwei vollbesetzte Regionalzüge und ein ICE stehen still, der Bahnsteig füllt sich zusehends, auch wenn die meisten Reisenden in den Zügen ausharren. Ich steige aus, in der Hoffnung, dass an diesem Donnerstagnachmittag noch Busse fahren. Von der Bahn gibt es keine offiziellen Meldungen, aber ich gehe davon aus, dass ein Ersatzverkehr organisiert wird.

Vor dem Bahnhof warten Fahrgäste auf ihre Abholer. Niemand ist bereit, weitere Passagiere mitzunehmen. Bitten werden unfreundlich abgewiesen, jeder scheint auf sich allein gestellt zu sein. Es gibt zwar Taxis, doch ihre hohen Preise machen es notwendig, dass sich Fahrgemeinschaften bilden, was aber nur selten gelingt.

Ich entscheide mich für den Bus nach Volkach und ärgere mich über den örtlichen Verkehrsverbund: unklare Fahrpläne, ein fehlendes Liniennetz und eine App, die primär auf den Fahrkartenverkauf ausgerichtet ist. Versuche, jemanden telefonisch zu erreichen, scheitern. Die meisten Reisenden warten auf den Bus nach Rottendorf, weil sie dort schnellere Anschlüsse vermuten – doch es kommt nur ein kleiner Bus, der nicht alle aufnehmen kann.

Meine Fahrt nach Volkach entwickelt sich wider Erwarten zu einer wunderschönen Reise. Sie führt am Main entlang, vorbei an malerischen Weinbergen und kleinen Dörfern. Es ergeben sich nette und gute Gespräche mit den anderen Fahrgästen, die auch auf der Weiterfahrt von Volkach nach Würzburg anhalten. Obwohl es ein großer Umweg ist, ist die Fahrt dank des Deutschlandtickets kein Problem.

In Würzburg angekommen, sehe ich eine beachtliche Anzahl von Bussen, die für den Schienenersatzverkehr bereitstehen – eine enorme Kraftanstrengung. Es wäre nur noch schöner, wenn auch Personal vor Ort wäre, das die Reisenden betreut und Durchsagen macht. Doch das scheint finanziell nicht vorgesehen zu sein.

Als ich schließlich im Bus nach Marktheidenfeld meine Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge anspreche, ernte ich nur ablehnende Reaktionen: „Es ist doch alles gut“ und „man muss immer alles positiv sehen“. Kritisieren, das wolle man nicht. Die Mitreisenden wenden sich ab, jeder wieder für sich allein mit dem Smartphone.

Wenn Systeme versagen:
Menschliche Resonanz und die Suche nach Verbindung

Das Versagen der Deutschen Bahn, die Geschichte in dieser Situation, ist mehr als eine Pannenmeldung; sie ist ein Spiegelbild unserer Zeit. Diese zeigt, wie schnell die Solidarität schwindet, wenn ein System versagt. Im Moment der Krise wartet man nicht nur auf die Bahn, sondern auch vergeblich auf die Hilfsbereitschaft anderer. Denn der anfängliche Schock lässt viele in eine Haltung des „Jeder-für-sich“ verfallen.

Doch paradoxerweise sind genau solche Momente auch eine Chance. Dort, wo die gewohnte Ordnung zusammenbricht, entsteht Raum für echte, menschliche Begegnungen. So wird aus der Not eine Tugend, und die unfreiwillige Umleitung wird zur Bühne für unerwartet gute Gespräche. Diese Momente erinnern uns an das tiefe Bedürfnis nach Gemeinschaft, das in uns allen steckt.

Am Ende der Reise wird die Stimmung jedoch wieder trüb: Der Versuch, konstruktive Kritik zu äußern, trifft auf Ablehnung. Man möchte keine negativen Dinge hören und zieht sich lieber in eine sichere Welt des Smartphones zurück. Das zeigt, wie schwer es uns fällt, über Fehler zu sprechen, und wie sehr wir die digitale Isolation einer echten, manchmal unbequemen Diskussion vorziehen. Übrig bleibt das Gefühl, dass wir oft im Affekt Chancen verpassen – Chancen, als Gesellschaft besser zu werden und wieder mehr aufeinander zuzugehen.

Auch benötigen zwar manche, wie ich, in bestimmten Situationen, den Kontakt zu anderen, um sich selbst regulieren zu können. Andere wiederum benötigen wiederum das Umgekehrte, den inneren Rückzug, um sich regulieren zu können. Manchmal ist es deshalb schwierig, auf die Befindlichkeiten anderer einzugehen. Ich wünschte mir allerdings, dass wenigstens gegenseitig auf die Befindlichkeiten Rücksicht genommen würde, ohne ein Gegenüber dafür zu verurteilen.

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Gute Seelen am Bahnhof

Bahnhöfe sind Zwischenorte; niemand bleibt lange, aber viele verweilen. Es wird auf den Anschluss, auf den verspäteten Zug, auf das nächste Ziel gewartet. Gerade in diesen Momenten lohnt es sich, genauer hinzuschauen und ins Gespräch zu kommen.

Ich selbst habe das erlebt. Mein Smartphone machte plötzlich dunkle Bilder; eine Einstellung war verrutscht, aber ich fand einfach keine Lösung. Ich suchte erfolglos im Netz, klickte mich durch Foren. Also fragte ich schliesslich ein paar junge Leute am Bahnsteig; und siehe da: Einer kannte sich bestens aus und löste das Problem in wenigen Minuten.

Solche Begegnungen machen das Reisen menschlich. Man kommt ins Gespräch, tauscht sich aus. Die Menschen erzählen von ihrem Leben, ihren Sorgen – manche schimpfen auf die Gesellschaft, andere schwärmen von ihren Haustieren und zeigen begeistert Fotos.

Bahnhöfe sind Orte der Bewegung, aber auch der Begegnung. Wenn wir nicht nur hetzen, sondern kurz innehalten, entdecken wir: Hier ist Platz für Menschlichkeit, für Zuhören, für kleine Gesten der Hilfe.

Und mal ehrlich: Oft kommt bald der nächste Zug, es hätte gerne länger dauern können.

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Haltestellen mit Bürgerbeteiligung

Haltestellen sind mehr als nur ein Ort zum Ein- und Aussteigen; sie sind Begegnungsorte, Informationspunkte und im Idealfall einladende Visitenkarte einer Stadt oder Gemeinde. Doch wie oft erleben wir das Gegenteil: zerkratzte Scheiben, verschmutzte Bänke, fehlende Fahrpläne. Dabei wäre das Potenzial hoch, wenn sich jemand wirklich kümmert.

Der Verkehrsverbund Calw denkt deshalb über ein innovatives Konzept nach: sogenannte Haltestellenpaten. Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Engagierte Bürgerinnen und Bürger übernehmen Verantwortung für „ihre“ Haltestelle, melden Schäden, geben Rückmeldung zu Sauberkeit und Pflege – und werden so Teil eines lebendigen Nahverkehrs. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Mitgestaltung.

Denn viele Haltestellen könnten deutlich besser genutzt werden. Oft fehlen die grundlegenden Informationen wie Linienpläne oder aktuelle Abfahrtszeiten. Auch Werbeflächen bleiben leer; dabei ließe sich hier nicht nur Geld verdienen, sondern auch gezielte Information für Fahrgäste oder Touristen unterbringen.

Ein besonders spannender Gedanke: Ein Schwarzes Brett für den Stadtteil oder das Dorf. Weshalb nicht Haltestellen als Kommunikationsort denken? Mit analogen oder digitalen Aushängen könnten sich Nachbarn austauschen, beispielsweise über Veranstaltungen, Hilfeangebote oder lokale Tipps. Wie schön wäre hier beispielsweise ein Bücherschrank?

Noch einen Schritt weiter geht die Idee von Digital Signage, also digitalen Anzeigetafeln. Gerade für Touristen wäre das ein Gewinn: interaktive Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Events, Gastronomie oder zur nächsten Verbindung – ansprechend präsentiert und stets aktuell.
Das könnte so aussehen:

Haltestellen müssen keine trostlosen Orte sein. Mit kreativen Ideen, etwas Pflege und digitaler Unterstützung können sie zu sympathischen Treffpunkten und modernen Informationsknoten werden für alle, die unterwegs sind.

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Die Beitrag-Links führen zu weiterführenden Informationen.

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Medizinischer Notfall bei der Bahn

Im Zug erleidet ein Fahrgast plötzlich einen Anfall – vermutlich ein epileptischer. Er zittert, bricht zusammen und ist nicht mehr ansprechbar. Mitreisende versuchen, ihm zu helfen, und betätigen den SOS-Knopf, um Unterstützung zu holen. Der Lokführer meldet den Vorfall an die Leitstelle, die umgehend medizinische Hilfe organisiert.

Der Zug hält an einem kleinen, unbedeutenden Bahnhof. „Man hätte doch bis zur nächsten größeren Stadt weiterfahren können. Da hätte es genügend Rettungswagen, die direkt zum Bahnhof kommen, und wir hätten keine Verspätung gehabt,“ meint ein Fahrgast. Doch schon nach wenigen Minuten landet ein Rettungshubschrauber neben dem Zug. Auch ein Krankenwagen trifft ein. Perfekte Organisation. Der Zug fährt nach kurzer Zeit ohne nennenswerte Verspätung weiter.

Die Bahn zeigt: Sie kann Notfälle effizient managen. Natürlich hätte man sich auch überlegen können, erst im nächsten Bahnhof medizinische Hilfe zu leisten. Doch der Hubschraubereinsatz war schneller, sicherer – und es ging schließlich um ein Menschenleben. Dafür muss der Hubschrauber eben direkt neben dem Zug landen können. 

Kompliment an die Deutsche Bahn für den tollen Einsatz.

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Etwas Zickzack statt warten

🗺️Geplant war’s so schön.

🚆RE54 von Bamberg nach Würzburg, dann RE8 nach Stuttgart und schliesslich RE87 nach Singen. Drei Züge, ein Ziel. Doch wer mit der Deutschen Bahn fährt, bucht nicht einfach eine Verbindung – er bucht ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.

🚧Auf der Strecke Bamberg–Nürnberg gab es schon ein paar Tage lang – man glaubt es kaum – eine Unterführung, die in Brand geraten war. Schienenersatzverkehr: Das klingt nach Abenteuer, riecht aber eher nach Stress. Die Busse waren voll, die Fahrt lang, der Anschluss unsicher – also lieber via Westen nach Würzburg. Die Regionalbahn? Flott, pünktlich. Ein Wunder. Ein kurzes Aufatmen. Hätte ich doch anschliessend die Regionalbahn nach Osterburken genommen!

🔀Doch die Entscheidung fällt auf den Regionalexpress nach Stuttgart – der fällt aus. Ein Hauch von Ratlosigkeit macht sich breit. Vielleicht nach Lauda? Verspätung. Dann eben Treuchtlingen. Klingt nach Süden, liegt aber ein bisschen im Osten.

🏃‍♀️Egal. Bewegung ist Leben. Wer steht, verliert.

🚂Plötzlich erscheint der Zug nach Lauda gegenüber. Der Wunsch, umzusteigen, ist gross – doch der Zug nach Treuchtlingen fährt los. Pünktlich. Ausgerechnet dieser. Doch die Ruhe bleibt. Es ist Zeit. Es gibt ein Deutschlandticket. Und es gibt, was viele haben sollten: Zeit und Freude an der Reise. Und Begegnungen – so wie das Gespräch mit Touristen aus Schweden, die noch nach Italien möchten; viel Spass!

⏱️Doch plötzlich: Halt auf freier Strecke. Ein Güterzug schleicht vor dem Zug her, 13 Minuten Verspätung – der Anschluss in Treuchtlingen? Geschichte. Aber Ansbach ruft! Ein RE nach Stuttgart bietet sich als Alternative an. Ein schneller Umstieg in den RE90 – wieder Richtung Westen und Süden. In Stuttgart: zwei Stunden Aufenthalt. Eine Gelegenheit zum Meditieren. Oder zum Umsteigen. Der Umweg via Friedrichshafen wird gewählt und von dort geht es weiter nach Singen. Zickzack.

🏞️Aber immerhin: Die Zeit wird im Zug verbracht. Die Bordtoilette ist ein Glücksspiel – aber wenn sie funktioniert, ein stilles Glück. Die Bahnhofstoilette ist meistens teuer. Die Fahrt geht durch Franken, durch Schwaben. Deutschland ist schön – solange man sich nicht auf einen Fahrplan verlässt.

📡Dank der Privatbahnen gibt es immerhin Züge. Mehr als man denkt – weil die DB allein nicht regiert. Doch das Netz gehört der DB Infra. Und ein Güterzug hat öfters Vorrang. Kommunikation? Die Verbindung auf dem Smartphone prüfen? Funklöcher und humorvolle Durchsagen zum Durchhalten. Hightechland Deutschland: digital ganz vorn – Bespassung!

🧘🏽‍♂️Der Anschlusszug wartet nie – aber oft ist er auch zu spät, nur eben nicht, wenn man selbst zu spät ist. Und immer wieder gibt es spontane Gleiswechsel. Eine Bahnreise in Deutschland braucht Geduld, Humor – und ein dickes Zeitpolster. Das Ziel Singen wurde erreicht, aber auf eigene Weise. Mit dem Deutschlandticket unterwegs. Was will man mehr?

🎵Zu diesem Anliegen wurde bereits ein Lied veröffentlicht:


Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte

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Regionaler öffentlicher Verkehr, Chancen verpasst

In Bad Staffelstein fährt ein Bus. Naja, zumindest auf dem Papier. Leer. Einsam. Der Fahrplan? Ein Rätsel für sich. Wer ihn findet, hat das erste Abenteuer schon gemeistert. Wer ihn dann noch versteht, könnte glatt Verkehrsminister werden.

In der Region scheint der Glaube an den öffentlichen Verkehr geschwunden zu sein. Der Bus fährt höchstens ins Leere. Das Auto ist wieder heilig. Und warum? Weil sich der Nahverkehr oft nach dem Stundenplan von Schulen richtet – nicht nach dem echten Leben der Menschen.

Teuer ist der Spass auch noch. Logisch, wenn kaum jemand mitfährt und die Fahrten selten sind, wird’s eben richtig exklusiv. Nur eben ohne Komfort. Stattdessen sollten wir doch das Gegenteil tun: Über eine kostenlose Nutzung nachdenken, Taktfahrpläne einführen, verständliche Fahrpläne drucken. Das erinnert an Länder, in denen der Nahverkehr besser funktioniert.

Das Argument „Kein Geld!“ ist so alt wie die ersten Pferdekutschen. Aber wie wäre es mal mit: Das vorhandene Geld sinnvoll ausgeben? Mit Bürgerbeteiligung statt mangelnder Effizienz in der Verwaltung? Und Busunternehmen nicht nur auf den niedrigsten Preis drücken, sondern Anreize schaffen: für moderne Fahrzeuge, kundenfreundliche Angebote – und faire Löhne.

Doch der öffentliche Verkehr entwickelt sich kaum weiter. In den Ämtern wird verwaltet statt gestaltet. Leistungsprämien? Fehlanzeige. Visionen? Oft Mangelware. Und die Dorfpolitik will lieber an jeder dritten Kurve eine Haltestelle, als mal über Takt, Reichweite oder Nachfrage nachzudenken.

Fahrgastzählungen? Manchmal erscheinen sie überflüssig. Es gibt ja nichts zu zählen. Ausser Geisterfahrer im leeren Linienbus.

Und nun auch noch das Deutschlandticket: Bald teurer, bald unattraktiv. Statt das Angebot zu erweitern, wird die Nachfrage unterdrückt. Willkommen im Teufelskreis des Desinteresses.

Quo vadis, öffentlicher Verkehr? Wahrscheinlich zur nächsten Haltestelle – mutmasslich in der Sackgasse.

Zu diesem Anliegen wurde bereits ein Lied veröffentlicht, und seit 15 Jahren wird aktiv für positive Veränderungen eingesetzt.

Die Chancen wären da, um das Deutschlandticket erfolgreich zu fördern und somit wirklich etwas für die Bürger zu tun. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Preise erhöht werden, bis das Deutschlandticket an Attraktivität verliert. Es gibt jedoch zahlreiche Befürworter, die sich dafür einsetzen, den Preis vorerst bis 2029 stabil zu halten. Absolute Planungssicherheit ist selten gegeben, ebenso wie ein durchgehend optimaler Einsatz in allen Behörden nicht immer vollständig umsetzbar ist.