Etwas Zickzack statt warten

🗺️Geplant war’s so schön.

🚆RE54 von Bamberg nach Würzburg, dann RE8 nach Stuttgart und schliesslich RE87 nach Singen. Drei Züge, ein Ziel. Doch wer mit der Deutschen Bahn fährt, bucht nicht einfach eine Verbindung – er bucht ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.

🚧Auf der Strecke Bamberg–Nürnberg gab es schon ein paar Tage lang – man glaubt es kaum – eine Unterführung, die in Brand geraten war. Schienenersatzverkehr: Das klingt nach Abenteuer, riecht aber eher nach Stress. Die Busse waren voll, die Fahrt lang, der Anschluss unsicher – also lieber via Westen nach Würzburg. Die Regionalbahn? Flott, pünktlich. Ein Wunder. Ein kurzes Aufatmen. Hätte ich doch anschliessend die Regionalbahn nach Osterburken genommen!

🔀Doch die Entscheidung fällt auf den Regionalexpress nach Stuttgart – der fällt aus. Ein Hauch von Ratlosigkeit macht sich breit. Vielleicht nach Lauda? Verspätung. Dann eben Treuchtlingen. Klingt nach Süden, liegt aber ein bisschen im Osten.

🏃‍♀️Egal. Bewegung ist Leben. Wer steht, verliert.

🚂Plötzlich erscheint der Zug nach Lauda gegenüber. Der Wunsch, umzusteigen, ist gross – doch der Zug nach Treuchtlingen fährt los. Pünktlich. Ausgerechnet dieser. Doch die Ruhe bleibt. Es ist Zeit. Es gibt ein Deutschlandticket. Und es gibt, was viele haben sollten: Zeit und Freude an der Reise. Und Begegnungen – so wie das Gespräch mit Touristen aus Schweden, die noch nach Italien möchten; viel Spass!

⏱️Doch plötzlich: Halt auf freier Strecke. Ein Güterzug schleicht vor dem Zug her, 13 Minuten Verspätung – der Anschluss in Treuchtlingen? Geschichte. Aber Ansbach ruft! Ein RE nach Stuttgart bietet sich als Alternative an. Ein schneller Umstieg in den RE90 – wieder Richtung Westen und Süden. In Stuttgart: zwei Stunden Aufenthalt. Eine Gelegenheit zum Meditieren. Oder zum Umsteigen. Der Umweg via Friedrichshafen wird gewählt und von dort geht es weiter nach Singen. Zickzack.

🏞️Aber immerhin: Die Zeit wird im Zug verbracht. Die Bordtoilette ist ein Glücksspiel – aber wenn sie funktioniert, ein stilles Glück. Die Bahnhofstoilette ist meistens teuer. Die Fahrt geht durch Franken, durch Schwaben. Deutschland ist schön – solange man sich nicht auf einen Fahrplan verlässt.

📡Dank der Privatbahnen gibt es immerhin Züge. Mehr als man denkt – weil die DB allein nicht regiert. Doch das Netz gehört der DB Infra. Und ein Güterzug hat öfters Vorrang. Kommunikation? Die Verbindung auf dem Smartphone prüfen? Funklöcher und humorvolle Durchsagen zum Durchhalten. Hightechland Deutschland: digital ganz vorn – Bespassung!

🧘🏽‍♂️Der Anschlusszug wartet nie – aber oft ist er auch zu spät, nur eben nicht, wenn man selbst zu spät ist. Und immer wieder gibt es spontane Gleiswechsel. Eine Bahnreise in Deutschland braucht Geduld, Humor – und ein dickes Zeitpolster. Das Ziel Singen wurde erreicht, aber auf eigene Weise. Mit dem Deutschlandticket unterwegs. Was will man mehr?

🎵Zu diesem Anliegen wurde bereits ein Lied veröffentlicht:


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Regionaler öffentlicher Verkehr, Chancen verpasst

In Bad Staffelstein fährt ein Bus. Naja, zumindest auf dem Papier. Leer. Einsam. Der Fahrplan? Ein Rätsel für sich. Wer ihn findet, hat das erste Abenteuer schon gemeistert. Wer ihn dann noch versteht, könnte glatt Verkehrsminister werden.

In der Region scheint der Glaube an den öffentlichen Verkehr geschwunden zu sein. Der Bus fährt höchstens ins Leere. Das Auto ist wieder heilig. Und warum? Weil sich der Nahverkehr oft nach dem Stundenplan von Schulen richtet – nicht nach dem echten Leben der Menschen.

Teuer ist der Spass auch noch. Logisch, wenn kaum jemand mitfährt und die Fahrten selten sind, wird’s eben richtig exklusiv. Nur eben ohne Komfort. Stattdessen sollten wir doch das Gegenteil tun: Über eine kostenlose Nutzung nachdenken, Taktfahrpläne einführen, verständliche Fahrpläne drucken. Das erinnert an Länder, in denen der Nahverkehr besser funktioniert.

Das Argument „Kein Geld!“ ist so alt wie die ersten Pferdekutschen. Aber wie wäre es mal mit: Das vorhandene Geld sinnvoll ausgeben? Mit Bürgerbeteiligung statt mangelnder Effizienz in der Verwaltung? Und Busunternehmen nicht nur auf den niedrigsten Preis drücken, sondern Anreize schaffen: für moderne Fahrzeuge, kundenfreundliche Angebote – und faire Löhne.

Doch der öffentliche Verkehr entwickelt sich kaum weiter. In den Ämtern wird verwaltet statt gestaltet. Leistungsprämien? Fehlanzeige. Visionen? Oft Mangelware. Und die Dorfpolitik will lieber an jeder dritten Kurve eine Haltestelle, als mal über Takt, Reichweite oder Nachfrage nachzudenken.

Fahrgastzählungen? Manchmal erscheinen sie überflüssig. Es gibt ja nichts zu zählen. Ausser Geisterfahrer im leeren Linienbus.

Und nun auch noch das Deutschlandticket: Bald teurer, bald unattraktiv. Statt das Angebot zu erweitern, wird die Nachfrage unterdrückt. Willkommen im Teufelskreis des Desinteresses.

Quo vadis, öffentlicher Verkehr? Wahrscheinlich zur nächsten Haltestelle – mutmasslich in der Sackgasse.

Zu diesem Anliegen wurde bereits ein Lied veröffentlicht, und seit 15 Jahren wird aktiv für positive Veränderungen eingesetzt.

Die Chancen wären da, um das Deutschlandticket erfolgreich zu fördern und somit wirklich etwas für die Bürger zu tun. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Preise erhöht werden, bis das Deutschlandticket an Attraktivität verliert. Es gibt jedoch zahlreiche Befürworter, die sich dafür einsetzen, den Preis vorerst bis 2029 stabil zu halten. Absolute Planungssicherheit ist selten gegeben, ebenso wie ein durchgehend optimaler Einsatz in allen Behörden nicht immer vollständig umsetzbar ist.

Das EgroNet-Dilemma: Wenn Regionaltarife die Mobilitätswende sabotieren

Das Deutschlandticket (D-Ticket) war ein Versprechen: Mobilität muss einfach, grenzenlos und bezahlbar sein. Doch während das D-Ticket (seit Januar 2026 für 63 €) einen ganzen Monat lang bundesweit Türen öffnet, zementiert der Landkreis Wunsiedel im EgroNet eine Preisstruktur, die genau das Gegenteil bewirkt.

1. Der Preis-Irrsinn: 32 € (Tag) vs. 63 € (Monat)

Wer kein Abo hat, wird im ländlichen Raum bestraft. Ein EgroNet-Tagesticket kostet in Deutschland 32 €. Zwei Ausflüge pro Monat im EgroNet-Gebiet kosten somit bereits mehr als das Deutschlandticket für 30 Tage.  In Tschechien kostet das exakt gleiche Ticket ca. 8 € (200 CZK).


Die Logik-Lücke: Die Behörden argumentieren mit „Finanzierungslücken“. Doch das D-Ticket hat gezeigt: Niedrige Einstiegshürden schaffen Masse. Wer 32 € verlangt, schickt die Menschen zurück ins Auto. Ein besetzter Sitzplatz für 12 € generiert Umsatz – ein leerer Sitzplatz für 32 € generiert nur Kosten für den Steuerzahler.

Der Landkreis Wunsiedel erreicht im Nahverkehr nichts. Für einen Journalisten wäre es interessant, dies zu hinterfragen. 

2. Die soziale und ökologische Quittung

In Ballungszentren wie München oder Berlin lässt sich über Preise streiten, weil das Angebot (Taktung alle 5-10 Minuten) einen Premium-Wert hat. Im ländlichen Raum ist der ÖPNV oft nur eine Grundversorgung.

Jedes Mal, wenn ein Tourist oder Pendler aufgrund der 32 € das Auto nimmt, steigen die gesellschaftlichen Kosten. Der Autoverkehr verursacht in Deutschland jährlich über 100 Milliarden Euro an externen Kosten (Unfälle, Umweltschäden, Gesundheit). Jedes „kaputtgepreiste“ Ticket im EgroNet oder für das DeutschlandTicket erhöht diese Rechnung, die wir alle über Steuern und Klimawandel zahlen. .

3. INTERREG: Forschen statt Handeln

Während das Klima kippt und die Züge leer bleiben, fließen 130.000 € EU-Fördergelder in ein 28-monatiges Projekt zur „Tarifharmonisierung“. Es wird untersucht, was längst offensichtlich ist: Die Menschen wollen nicht diskriminiert werden.

Das Geld versickert in der Verwaltung, während eine simple Preissenkung sofortigen Effekt auf die CO2-Bilanz und die regionale Wirtschaft hätte. Selbstverständlich fliesst auch Geld an Hochschulen, die damit schöne Studien machen, die schwer auffindbar sind. Umgesetzt wird meistens nichts.

Dieses Beispiel zeigt den behördlichen Irrsinn, der um sich greift. Das Geld versickert so in Ineffektivität und Inkompetenz. Ich kann das mit meinen persönlichen unterstreichen, seitens der Landkreise wird gerade in Bayern wenig unternommen, um die ÖPNV zu fördern, ein Beispiel ist das Baxi. Statt darüber zu diskutieren wurde ich auf dem Bayrischen Tourismustag 2025 durch die Polizei entfernt.


Stuttgart 21 – Große Vision, kleiner Bahnhof?

Wer mit dem Deutschlandticket unterwegs ist und Stuttgart ansteuert, landet inmitten einer der größten Infrastrukturprojekte Europas: Stuttgart 21. Lange wurde diskutiert, viel wurde gebaut – und nun steht die Fertigstellung des neuen Tiefbahnhofs kurz bevor. Doch nicht alle Reisenden zeigen sich überzeugt davon.

Der neue Bahnhof wird lediglich vier Bahnsteige und acht Gleise haben, was für eine Millionenregion, die als Verkehrsknoten von europäischer Bedeutung gilt, erstaunlich wenig ist. Viele Pendler fragen sich: Wie soll das gutgehen? Die U- und S-Bahnen am heutigen Hauptbahnhof sind jetzt schon überfüllt. Züge aus Zürich sollen künftig an einem vorgelagerten S-Bahnhof halten. Komfort sieht allerdings anders aus.

Mein Besuch im InfoTurm Stuttgart, direkt am Gleis 16, war aufschlussreich, doch auch ernüchternd. Auf vier Etagen liegen interaktive Informationen und bunte Visualisierungen zum Projekt vor. Die Technik ist modern, das Tageslichtkonzept beeindruckend. Aber der Raum wirkt kühl: kein Platz für Gepäck, kein Café, kein Aufenthaltsbereich. Für die Toilette zahlt man 1 Euro. Die Mitarbeiter schienen wenig motiviert, mein kritisches Nachfragen versickerte zwischen Hochglanzwänden und schöngefärbten Zukunftsvisionen.

Von der Entstehung des neuen Stadtteils rund um den Bahnhof erfährt man hier wenig. Dabei liegt die wahre Tragweite von Stuttgart 21 genau darin. Die Investoren stehen bereit, und es wird gemunkelt, dass die alten Gleisanlagen bald verschwinden sollen. Was geschieht wohl mit dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude? Offenbar ist dort künftig vor allem Schlemmen und Shoppen angesagt.

Mein Fazit

Für Deutschlandticket-Nutzer droht Stuttgart 21 zum Ärgernis zu werden, wo doch schon der bestehende Bahnhof kein einfacher Knotenpunkt ist. Wenn die Kapazität weiter sinkt und die Orientierung nicht einfacher wird, dürfte es nicht besser werden. Zudem wurden ökologische Sünden begangen und Sicherheitsfragen ignoriert.

📍 InfoTurm Stuttgart, Gleis 16

Täglich geöffnet
Eintritt frei;
🌐 Direkter Link zum Projekt stuttgart21.

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Baxi – zwischen Anspruch und Realität

In einem Flächenstaat wie Bayern, wo Dörfer weit auseinanderliegen und Busse nur sporadisch verkehren, könnte das Baxi eine ideale Lösung sein: ein flexibler Rufbus, der Reisende auf Bestellung zum nächsten Bahnhof oder Ausflugsziel bringt. Die Landratsämter riefen es ins Leben, um das Deutschlandticket auch abseits der Städte nutzbar zu machen. Theoretisch klingt das vielversprechend, doch in der Praxis gibt es noch Luft nach oben.

Das Baxi-Angebot ist zwar vorhanden, aber es ist schwer zugänglich. Die Fahrpläne sind ausgedünnt, und die Baxis verkehren oft nur zu festgelegten Zeiten. Wer mitfahren möchte, muss spätestens eine Stunde vorher anrufen, teils bei lokalen Nummern, die zentral, und oft nur zu Bürozeiten, bearbeitet werden. Wer ausserhalb dieser Zeiten ankommt oder spontan unterwegs ist, hat Pech. Und selbst bei rechtzeitigem Anruf kann es sein, dass kein Platz mehr frei ist. Ein Baxi ersetzt eben keinen Bus, sondern gleicht eher einem Taxi mit begrenzten Kapazitäten.

Das Potenzial des Baxi wird auch touristisch bisher kaum genutzt. Bei Messen und Veranstaltungen scheint das Angebot vielen Verantwortlichen kaum bekannt zu sein. Statt aktiv über die Möglichkeiten zu informieren, wird häufig auf das Auto verwiesen. Gäste, die bewusst mit dem öffentlichen Verkehr reisen möchten, finden selten hilfreiche Informationen – weder vor Ort noch online. Wer sich nicht selbst intensiv informiert, landet früher oder später doch wieder beim teuren Taxi.

Dabei gäbe es längst digitale Lösungen. Das DB-Tochterunternehmen ioki arbeitet beispielsweise an modernen, flexiblen Mobilitätskonzepten – einschliesslich autonom fahrender Kleinbusse. Doch bis diese Realität werden, braucht es einen klaren Willen: seitens der Politik, der Landkreise und nicht zuletzt auch des Tourismus.

Denn klar ist: Wenn Angebote nicht genutzt werden, verschwinden sie wieder. Doch wer nichts über sie weiss, kann sie auch nicht nutzen.

Das Baxi könnte ein Schlüssel für sanften, klimafreundlichen Tourismus im ländlichen Raum sein. Doch dafür braucht es bessere Kommunikation, einfache Buchungsmöglichkeiten und die Bereitschaft, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Nur dann kann das Baxi mehr sein als ein guter Ansatz: ein echter Gewinn für Gäste, Einheimische und die Umwelt.

Kritik am „nea mobil“ – Muss wirklich alles Geld kosten?

Der Landkreis Neustadt an der Aisch besteht aus vielen kleinen Dörfern und wenigen Städten. Wer hier von A nach B möchte, steht oft vor einem Problem: Es gibt kaum Busverbindungen, und ein flächendeckender Linienverkehr ist aufwendig und teuer. Genau deshalb hatte ich gehofft, dass mit „nea mobil“ endlich eine bürgernahe, bezahlbare Lösung kommt.

Doch was ist passiert?

Das sogenannte Rufbussystem nea mobil wird eingeführt und kostet direkt 3 Euro pro Fahrt. Für Menschen ohne Auto mag das nach einer fairen Lösung klingen. Doch wer kein Auto besitzt, tut dies oft nicht freiwillig, sondern aus finanziellen Gründen. Genau diese Menschen sollen nun für jede einzelne Fahrt zahlen.

Kein Platz für das BAXI?

Warum kein Baxi? Ein flexibler Fahrdienst, der in die Deutschlandticket-Struktur eingebunden ist. Wer das Ticket hat, könnte ihn ohne Zusatzkosten nutzen. Das wäre sozial, klimafreundlich und würde auch den ländlichen Raum nicht ausschliessen.

Doch für nea mobil wählte man einen anderen Weg: keine Integration ins Deutschlandticket, keine echte Flächenlösung, keine soziale Staffelung – dafür aber die klare Ansage: „Alles muss Geld kosten.“

Ein verkehrtes Signal

Das Deutschlandticket war als Entlastung gedacht, als Schritt zu mehr Gerechtigkeit im Nahverkehr. Doch mit jeder Zusatzgebühr, jedem teuren Rufbus verliert es an Glaubwürdigkeit. Statt innovativer Lösungen wie BAXI gibt es alte Denkweisen im neuen Gewand – auf Kosten derer, die es sich eben nicht leisten können, mit dem Auto zu fahren. Dies wird dann als Komfortzuschlag schön verpackt.

Muss wirklich alles teurer werden? Oder wollen wir ernsthaft etwas für die Bürger tun – und nicht nur über Mobilität reden?


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Burgreisen, der Schwerpunkt 2025

Mit meinen Liedern möchte ich durch Süddeutschland reisen und dabei singend aber auch schweigend die majestätischen Burgen ins Augenmerk führen. Der Name Burgreisen steht zwar für einen herausfordernden Blog, aber dessen Inhalte möchte ich gerne beleben. Aus Kostengründen bieten sich Jugendherbergen für mein Unterfangen an; ein Einzelbett bräuchte ich allerdings schon.

In Baden Württemberg finden sich einige schöne Anlagen:

Mal thronen die ehrwürdigen Bauwerke hoch über der Stadt wie die Jugendherberge Veitsburg in Ravensburg oder Burg Rabeneck in Pforzheim. Oder sie liegen über einem Flusstal wie die Jugendherberge Burg Wildenstein, die auch von Weinbergen umgeben ist wie die Jugendherberge Schloss Ortenberg, unser badisches Märchenschloss. Im Heilbronner Land komme ich im Schlosshotel Lehen unter. Eine Einladung via Couchsurfing führt mich nach Bad Liebenzell mit seiner malerischen Burg.

Burgen bieten aber auch Auftrittsmöglichkeiten für Liedermacher. Konzerte können sowohl drinnen als auch draußen im Takt durch die Luft fliegen. Wir könnten hierfür zusammenkommen und über meine Lieder sprechen;

Meine Pläne sehen wie folgt aus:

Nach dem WordCamp Europe in Basel, (dort bilde ich mich zwecks Webseitengestaltung weiter), fahre ich erst einmal nach Franzensbad. Dort vermarkte ich aktuell Kurferien. In dessen Nähe liegen schöne Burgen, eine beispielsweise in Hohenberg, das sich als Auftrittsort eignen könnte, obwohl sie derzeit saniert wird.

Eine weitere Reise soll mich nach Pforzheim führen. Mit viel Elan habe ich Schmuckreisen lanciert, welches eine Aktualisierung benötigt. Beliebt ist auch das Liederfestival auf Kloster Banz, im Ort Bad Staffelstein, im nahegelegenen Bamberg habe ich eine Einladung erhalten. Schliesslich das Bardentreffen in Nürnberg, in wessen Nähe die Kaiserburg von Lauf liegt. Vielleicht stehen die Sterne auch für ein dortiges Konzert gut.

Auf der Romantischen Strasse möchte ich Rothenburg ob der Tauber besuchen. Als Jugendlicher war ich auf der Burg Rothenfels, und ich werde auch dort verweilen. Als weitere Ferienstrassen locken noch die Burgenstrasse sowie natürlich die Bier- und Burgenstrasse. Meine Reiseziele beschreibe ich auf weiteren Themen-Reisen.

Insgesamt betrachtet, unternehme ich zwölf Ausflüge mit jeweils vier Übernachtungen. Einiges davon machte ich bereits. Immer kümmere ich mich dabei intensiv um Burgreisen und meine Musik. Hierbei entstanden auch schon viele Beiträge. Jedenfalls konnte ich in dieser Zeit in Bayern und Baden Württemberg die Burgreisen füllen. Des weiteren versuchte ich auf der F.re.e in München, der Freizeit Messe in Nürnberg und der IBO in Friedrichshafen Kontakte zu knüpfen.

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DeutschlandTicket Pläne für 2025

Soll das Ticket ein Pendlerticket bleiben oder vielmehr zu einer Verkehrswende beitragen? Der öffentliche Verkehr kann günstig, einfach und entspannend sein. Diese Art zu reisen betrifft auch die Lösung von Fahrkarten. „Einmal bezahlt alles dabei“ könnte die vielen Angebote von Gästekarten für den öV obsolet werden lassen. Mein Blog zum DeutschlandTicket ist nun weitgehend abgeschlossen.

Ich nutze das DeutschlandTicket 2025 auf Reisen zu den Tourismusmessen und diskutiere über dessen Einsatz in der Reisebranche.

Hier stößt man aber auch auf Ablehnung. Wann werden hierzu politische Debatten angestossen? Weshalb ist die Fortführung des DeutschlandTickets jährlich unsicher, und weshalb geht es dann nur um Preiserhöhungen? Der öffentliche Verkehr in Deutschland kennt kaum langfristige Perspektiven.

Doch sollte der öffentliche Verkehr attraktiver werden. Die Inflation belastet, weshalb soll der Staat auch hier an der Preisschraube drehen? Stattdessen könnte er darauf einwirken, dass sich Freunde und Verwandte öfters begegnen können und durch das DeutschlandTicket Touristen willkommen geheissen werden.

Mit meinem Freund Jimmy habe ich einen gelegentlichen Reisepartner gefunden. Er ist begeisterter Bahnfahrer und fährt von der Schweizer Grenze ins Rheinland, trifft seine Jugendfreunde. Überdies lässt er sein Auto gerne stehen. 

In den Sommermonaten zwischen Juni und August werde ich immer wieder als Liedermacher nach Deutschland reisen und spontane Konzerte geben. Die Übernachtungen belasten dabei stark mein Budget, auch für Auftritte dürfte ich tief in die Tasche greifen. Daher freue ich mich über das DeutschlandTicket, da sich meine Fahrten dadurch günstig gestalten lassen. Wie lange aber noch? 

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Deutschland Ticket für den Tourismus

Deutschland verfügt über einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, der durch staatliche Investitionen gestützt wird. Angesichts seiner hohen Bevölkerungsdichte und einer guten Verteilung vieler Ballungsräume zählt das Land im internationalen Vergleich zur Spitzenklasse.

Im Travel & Tourism Development Index (TTDI) 2024 erreicht Deutschland 5 von 7 möglichen Punkten und liegt damit auf Platz 6 von 119 bewerteten Nationen. Die Verkehrs- und Hafeninfrastruktur erlangte mit 5,34 erhaltenen Punkten Platz 8. Ausländische Gäste bewerteten die Verkehrsanbindung 2022/23 allerdings mit der Schulnote 2,07.

Nur der DTV und die damit verbundenen Organisationen verschlafen wichtige Chancen.


Nachhaltige Mobilität und das Deutschlandticket

Das Deutschlandticket ist ein ideales Angebot für ausländische Gäste, die Wert auf nachhaltige Mobilität legen. Innerhalb des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) gilt der Linienverkehr – durch Bus, Bahn, sowie U-, S- und Trambahn – als Rückgrat der Mobilität.

Wesentliche Erfolgsfaktoren für den ÖPNV:

  • Streckenführung
  • Sinnvolle Taktung
  • Gut & verständlich gestaltete Anschlüsse.

Ein erfolgreiches Beispiel für den regionalen ÖPNV ist das PlusBus-System aus Mitteldeutschland. Es verbindet Züge des Schienennahverkehrs mit weiterführenden Buslinien im Stundentakt und kurzen Umsteigezeiten. Dies führte zu einer 86-prozentigen Steigerung des Fahrgastvolumens. Eine durchgängige Taktung auch außerhalb des Berufs- und Schulverkehrs wird als weitere Verbesserung angesehen.


Ergänzende Mobilitätsangebote

  1. Taxis und Rufbusse
    Taxis, insbesondere für Reisende mit Gepäck, schließen Mobilitätslücken. Rufbusse, die zum ÖPNV-Tarif buchbar sind, werden immer beliebter. Festpreise in kleineren Städten (bis 15.000 Einwohner) könnten hierfür eine attraktive Lösung sein, beispielsweise zugunsten eines kalkulierbaren Hotel-Transfer.
  2. Mitfahrbänke
    In einigen kleinen Orten gibt es Mitfahrbänke, die als sympathische und umweltfreundliche Mobilitätslösung dienen. Reisende, oft mit dem Ziel des nächst gelegenen Bahnhofs oder der nächst gelegenen Kreisstadt, können hier auf Mitfahrgelegenheiten warten. Ein Problem ist hierbei jedoch, dass oft Schilder mit Zielangaben fehlen.
  3. Fahrräder in Hotels
    Hotels sollten vermehrt Fahrräder anbieten, idealerweise in Kooperation mit lokalen Fahrradwerkstätten. Auch einfache, preisgünstige Fahrräder finden bei Gästen Anklang – Nicht immer müssen es E-Bikes sein.

Bedeutung der ÖPNV-Anbindung für touristische Ziele

Je attraktiver eine Destination, desto wichtiger ist eine gute Anbindung an den ÖPNV. Zwar bleibt ein Faktor für Unabhängigkeit der Autoverkehr, doch gerade im Urlaub werden nachhaltige Alternativen geschätzt – Insbesondere, wenn sie benutzerfreundlich sind, wie das Deutschlandticket.
Wünschenswert wären:

  • Übersichtliche Fahrpläne
  • Regelmäßiger Taktverkehr
  • Anbindung von Hotels außerhalb der Zentren.

Diese Maßnahmen kommen nicht nur Touristen, sondern auch Einheimischen zugute.


Soziale und kulturelle Vorteile des öffentlichen Verkehrs

Der ÖPNV bietet nicht nur Mobilität, sondern auch soziale Erlebnisse. Reisende können dadurch Einblicke in den Alltag der Einheimischen gewinnen und neue Menschen kennenlernen.

Ein Ausbau des Reisebusverkehrs würde den privaten Individualverkehr reduzieren. Reisebusse schaffen Gemeinschaft und bringen Gäste direkt zu den Zielen. Mit dem Deutschlandticket könnten sich Busreisende zusätzliche Freiheiten für eigene Entdeckungen verschaffen.


Schlussgedanken

Die Nutzung von Bahn und Bus bietet klare Vorteile hinsichtlich nachhaltigen und erholsamen Ferien. Dennoch bedarf es politischer Maßnahmen und einer verantwortungsbewussteren,stärkeren Zuständigkeit für den ÖPNV im Tourismus.

Strukturelle Probleme, wie fehlende Verantwortlichkeiten, sollten gelöst werden, um das volle Potenzial des öffentlichen Verkehrs für den Tourismus auszuschöpfen. Alle Appelle dazu versanden bisher.

Zum Tourismus war bereits ein weiterer Beitrag erschienen:

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Der Ballungsraum Stuttgart ist aktiv

Bei einem Gespräch schwärmt ein Stuttgarter vom DeutschlandTicket. In Stuttgart sollen Touristen das DeutschlandTicket mit Kreditkarte abrechnen können. Auch der Preis hat sich reduziert, es ist viel mehr los im öffentlichen Verkehr, und der Tourismus in die vielen schönen Städte rund um Stuttgart nimmt zu. Einziger Makel, die dafür zu verwendende Chipkarte muss an den Verkaufsstellen der Region verlängert werden.

Eine Recherche mit KI führte zu folgendem Ergebnis:

Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) hat den öffentlichen Nahverkehr im Jahr 2024 mit umfassenden Verbesserungen modernisiert, um der gestiegenen Nachfrage durch das DeutschlandTicket gerecht zu werden. Dabei stehen vor allem die Erhöhung der Taktfrequenzen, die Verlängerung von Zügen und die Erschließung neuer Strecken im Fokus.

Erhöhung der Taktfrequenzen und längere Züge

In stark frequentierten Regionen hat der VVS die Taktfrequenzen deutlich erhöht. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten sind die Züge in kürzeren Intervallen unterwegs, was die Kapazitäten erhöht und die Wartezeiten verkürzt. Zusätzlich wurden auf besonders ausgelasteten Linien die Zuglängen erweitert, um mehr Fahrgäste aufnehmen zu können. Der VVS setzt vermehrt auf moderne Fahrzeuge, die für eine höhere Sitzplatzanzahl und Komfort für Pendler*innen und Reisende sorgen.

Ausbau neuer Strecken

Ein weiteres Highlight der VVS-Optimierung ist die Erschließung neuer Strecken und Haltestellen. Dies umfasst den Ausbau bestehender Linien sowie die Entwicklung völlig neuer Verbindungen, die entlegene Gebiete besser an das bestehende Netz anschließen. Besonders Pendler profitieren von direkten Anbindungen, die Umstiege minimieren und den Weg zur Arbeit effizienter gestalten. Der VVS plant außerdem, ländliche Regionen besser mit urbanen Zentren zu verknüpfen, um eine flächendeckende Mobilität zu gewährleisten.

Digitale Lösungen und flexiblere Angebote

Neben den infrastrukturellen Maßnahmen setzt der VVS auch auf digitale Innovationen, die den Ticketkauf und die Routenplanung für Fahrgäste erleichtern. Mit einer verbesserten App und Echtzeit-Informationen zur Auslastung der Züge können Reisende ihre Fahrt nun flexibler und komfortabler planen. Auch spontane Routenänderungen oder Umsteigemöglichkeiten werden so besser unterstützt, was das Reisen in Stosszeiten deutlich angenehmer macht.

Fazit

Mit diesen Maßnahmen stellt sich der VVS der wachsenden Nachfrage und den Herausforderungen des DeutschlandTickets. Durch höhere Kapazitäten, kürzere Intervalle und ein erweitertes Streckennetz wird der öffentliche Nahverkehr in Stuttgart und Umgebung attraktiver und zukunftsorientierter gestaltet.

Webseite: vvs.de

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Alltag von Lokführer und Busfahrer

Sind wir einmal unterwegs, suchen wir das Gespräch mit den Beschäftigten. Ein Lokführer und Busfahrer berichten über ihre Motivation zu deren Jobs.

Weshalb arbeitet ein Lokführer bei der Deutschen Bahn?

Die Deutsche Bahn bietet faszinierende Arbeitsplätze, anhand ihrer modernen und schnellen Züge, die im internationalen Vergleich einen hohen Stellenwert haben. Viele Lokführer stehen hinter der Deutschen Bahn, weil ihnen ihre Arbeit Freude bereitet, und sie einen wesentlichen Beitrag zum öffentlichen Verkehr leisten. Doch hinter den Kulissen sieht es oft anders aus: In der Führungsetage fehlen entsprechende Konsequenzen, da hier ein Vorstand, der versagt, selten zur Verantwortung gezogen wird. Dies wiederum, weil entsprechende Führungskräfte bereits in den Aufsichtsrat eingezogen sind.

Auch kursieren falsche Informationen über die Vergütung: Es heißt, Lokführer verdienen 3500 Euro netto – in Wahrheit handelt es sich dabei aber um deren Bruttoverdienst. Damit wird suggeriert, dass deren Lohn hoch sei. Lokführer sind oft mit sehr herausfordernden Arbeitsbedingungen konfrontiert. Drei wöchentliche Schichtwechsel sind Alltag. Hierbei müssen sie viele Zugtypen kennen, ihre Fahrtechnik beherrschen sowie in der Infrastruktur versiert sein, auch eine umfangreiche Ausbildung und Weiterbildungen sind Pflicht. Überstunden gehören zum Alltag. Die ICE-Züge sind dicht besetzt, aber ein Gehalt eines Lokführers fällt dabei kaum ins Gewicht.

Die Gehälter bei der Deutschen Bahn sind zudem niedriger als bei privaten Unternehmen. Ohne die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) wäre die Situation wohl noch dramatischer, denn sie sorgt dafür, dass die Bedingungen für Lokführer nicht völlig aus dem Ruder laufen. Die Bahn hat ein strukturelles Problem und wird nicht von der Politik unterstützt.

Wer will heute noch Busfahrer sein?

Busfahrer haben es heutzutage nicht leicht: Ständige Schichtwechsel, eine Sechs-Tage-Woche, Fahrkarten verkaufen und gleichzeitig den Fahrplan einhalten. Dazu kommt deren Verantwortung, jedes Ticket zu kontrollieren – selbst, wenn 30 Kinder gleichzeitig einsteigen. Kaum machbar!

Busbahnhöfe sind oft schlecht beschildert, es fehlt an Übersicht. Fahrgäste sind gezwungen, die App des jeweils örtlichen Verkehrsvereins herunterzuladen und sich häufig auch noch zu registrieren. Wieso bestehen keine einfacheren Lösungen wie Web-Apps?

Hinzu kommen unangenehme Situationen im Alltag: Drogensüchtige, Betrunkene und respektlose Jugendliche machen den Job noch schwieriger. Busfahrer werden dabei respektlos behandelt. Den Ärger und den Druck bekommen die Busfahrer direkt zu spüren. Trotz all dieser Herausforderungen machen viele Busfahrer weiter und kämpfen sich durch.

Sie registrieren die vielen strukturellen Probleme, denen sich der öffentliche Verkehr gegenübersieht. Die Verantwortung im Landratsamt sollen dann noch Sachbearbeiter dafür tragen, jene, die sich um die Ausschreibung kümmern. Auch deshalb erweist sich der öffentliche Verkehr in Deutschland mittlerweile als Randerscheinung und wird vor allem für den Schulverkehr gebraucht. Deswegen möchte kaum noch jemand Busse fahren.

Fazit

Es wird Zeit, dass die wirklichen Verantwortlichen für den Nahverkehr von den deutschen Bürgern aufgefordert werden, sich um die Situation des öffentlichen Verkehrs zu bemühen. Solange der öffentliche Verkehr nur als wirtschaftliches Defizit betrachtet wird, statt als ein wichtiges Instrument für den Bürger wird wenig verbessern. Die stiefmütterliche Behandlung ist zu beenden.

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Wie gut ist die Deutsche Bahn für Touristen geeignet?

Die Deutsche Bahn ist ein zentrales Verkehrsmittel in Deutschland und bietet Touristen die Möglichkeit, das Land bequem und relativ umweltfreundlich zu entdecken. Mit dem DeutschlandTicket, das für 63 Euro monatlich unbegrenztes Reisen im Nahverkehr ermöglicht, wurde ein wichtiger Schritt in Richtung eines einfacheren und günstigeren Zugangs zum öffentlichen Verkehr (öV) gemacht. Damit entfällt der Tarifdschungel und das Reisen wird extrem einfach. So können in der Umgebung von München Städte wie Freising oder Erding einfach erkundet werden:

Baden Württemberg Tourismus begrüsst ausdrücklich das DeutschlandTicket:

Wir begrüßen das 2023 eingeführte Deutschlandticket sehr und befürworten eine dauerhafte Sicherstellung des Angebots. Das Ticket ermöglicht eine unkomplizierte, flexible und preisgünstige Nutzung des Regionalverkehrs in ganz Deutschland und über regionale Verkehrsverbünde hinweg. Damit fördert es insbesondere die nachhaltige Mobilität.

Der Tourismus profitiert vom Deutschlandticket vor allem im Bereich der Tagesausflüge und Kurzurlaube. Wer ohnehin ein entsprechendes Ticket hat, kann damit einfach und spontan auch an den Wochenenden Ausflüge oder Reisen in die nähere Umgebung unternehmen und dabei das Auto stehen lassen. Das Deutschlandticket bietet für Destinationen, Reisende und Urlaubsanbieter einen echten Mehrwert.

Aber ist die Deutsche Bahn wirklich so gut für ausländische Touristen geeignet?

Die Realität: Zugausfälle, schlechte Ansagen und fehlende Verantwortliche

Viele ausländische Touristen berichten von wiederkehrenden Problemen, wenn sie mit der Deutschen Bahn reisen. Ständige Zugausfälle, unklare oder unverständliche Durchsagen und das Fehlen von Ansprechpartnern vor Ort machen die Reise oft stressig. Hinzu kommt, dass sich viele Touristen aufgrund sprachlicher Barrieren verloren fühlen. Informationen erfolgen oft nur auf Deutsch, was die Orientierung erschwert. Und niemand vermag es, verlässliche Angaben zu machen.

Zudem gibt es nicht überall WiFi, und viele Touristen haben mittels Smartphone nur hohe Roaming-Kosten. Dabei wäre es so schön, flexibel durch Deutschland zu reisen.

Was können Touristiker tun?

Eine bessere Vermarktung des öV für ausländische Touristen erfordert mehr als nur Werbung. Es geht hierbei auch um die Gestaltung attraktiver und leicht verständlicher Produkte. Hier sollten Touristiker zusammen mit der Deutschen Bahn spezifische Angebote für Touristen entwickeln. Nur weder Deutschland Tourismus noch die Deutsche Bahn scheinen dies tun zu mögen.
Einige Anregungen hierzu:

Komfortable Orientierung

Die Beschilderung an den Bahnhöfen ist schlecht. Schienenersatzverkehr bedeutet sogar für Einheimische ein Spiessrutenlaufen. Wirklich gute Beschilderungen bestehen, doch fehlen oft Netzpläne. Am Ende stellt sich dies als Aufgaben der Kommunen.

Kombiangebote

Touristen schätzen es, wenn sich die Nutzung des öV vorteilhaft gestalten lässt. So könnten fortwährend besser erklärte Shuttles zu Sehenswürdigkeiten bestehen oder die Preise für Sehenswürdigkeiten und Touren rabattiert werden. Auch könnten wieder Fahrpläne ausgegeben werden oder entsprechende Apps ohne Registrierung zur Info genutzt werden, letzteres durch Nutzung von WebApps.

Was sollte die Deutsche Bahn tun?

Die Deutsche Bahn sollte neben der Einführung des DeutschlandTickets auch weitere Maßnahmen ergreifen, um Touristen das Reisen zu erleichtern:

Bessere Möglichkeiten mit Smartphone

Es bräuchte intelligentere, mehrsprachige Apps und vor allem Ansprechpartner. Die folgende Idee mit den Bildschirmen in den Bahnhöfen könnte auch via Smartphone angeboten werden.

Zuverlässigkeit verbessern

Die häufigen Zugausfälle und Verspätungen schaden nicht nur dem Image, sondern verunsichern auch Reisende, die das deutsche Bahnsystem zum ersten Mal nutzen. Zudem sollte mehr Personal bereitgestellt werden. Es kann doch nicht sein, dass Deutschland Bürgergeld finanziert, statt den Empfängern dieses Geldes eine sinnvolle Aufgabe zu übertragen.

Was fordern wir von der Politik?

Die Politik sollte den öffentlichen Verkehr verantwortlich führen. Deutschland wird als Autoland gesehen. Investitionen in die Infrastruktur sind gut und schön, doch die meisten anderen Kunden, bzw. Kunden des ö.V., leiden übermässig unter Missmanagement.

Am Tourismustag in Bayern hatte ich das Gefühl, dass die Politik unglücklich über das Ticket ist. Die Züge sind schon zu voll, und die Landbewohner besitzen alle ein Auto. Eine Politik mit der Zukunft im Blick sähe allerdings anders aus.

Außerdem sollten klare Standards für mehrsprachige Informationen in Zügen und Bahnhöfen festgelegt werden. Vor allem die Busfahrer sollten wissen, wo sie unterwegs sind und nicht nur fahren. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Tourismusorganisationen und der Deutschen Bahn könnte zudem helfen, gezielte Angebote für ausländische Touristen zu schaffen.

Amerikaner auf Tour mit dem DeutschlandTicket

Im Zug nach Stuttgart traf ich zwei Amerikaner, die das DeutschlandTicket begeistert nutzen. Dank der Möglichkeit, das Ticket inzwischen auch mit Kreditkarte zu bezahlen, ist es für internationale Reisende noch attraktiv geworden, denn eine europäische IBAN-Nummer braucht es hierfür nicht, bzw. zumindest bei einigen Verkehrsverbünden nicht, wie dem Stuttgarter Verkehrsbund. Am einfachsten ist der Kauf via Deutschlandticket.de.

Eine Übersicht ergibt der folgenden Beitrag. Dort fehlt jedoch der Stuttgarter Verkehrsverbund, diesbezüglich sollte vorher überprüft werden,
DeutschlandTicket mit Kreditkarte.

Für längere Strecken greift das Pärchen auf dem Foto auf ICE-Tickets zurück, schätzt aber die Flexibilität, die das DeutschlandTicket im Nahverkehr bietet, ein positives Zeichen für den Tourismus und die Zukunft des Reisens in Deutschland.

Schweizer Grenzgänger

Die deutschen Verkehrsverbünde an der Schweizer Grenze scheinen wenig Interesse an Schweizer Kunden zu haben. Denn eine Schweizer IBAN wird nicht akzeptiert. Als mögliche Alternative könnten Dienste wie Revolut oder Wise dienlich sein, sie bieten eine EU-IBAN an und werben oft mit geringeren Gebühren. Doch ist das wirklich die Lösung? So stellt man sich doch keine effektive Tourismusförderung vor.

Fazit

Insgesamt gesehen ist das DeutschlandTicket ein wichtiges Element, um Deutschland zu entdecken. Aber noch viel Verbesserungspotenzial besteht – besonders zugunsten ausländischen Reisenden. Etliche Incoming-Agenturen warnen vor der Deutschen Bahn, was auf ein Armutszeugnis der Politik hinweist. Andererseits ist Deutschland relativ gut erschlossen, und die Bundesländer investieren viel in den Nahverkehr. Mit einigen kleinen Aufbesserungen, gerade in der Beschilderung, Information und hinsichtlich Ansprechpartnern vor Ort könnte viel gewonnen werden. Es gibt zu viele Negativbeispiele für ein Land, das einst für seine Organisation bewundert wurde.

Eine Reise mit dem DeutschlandTicket kann für Touristen im öffentlichen Verkehr sehr entspannend sein. Die Touristiker sollten sich diesem Argument anschliessen. Aber auch durch das Ticket erzielte Verbesserungen, wodurch sich jenen mit geringen Budgets mehr Chancen eröffnen, gibt es genug.

Eine Studie der Grünen setzt sich mit dem Thema DeutschlandTicket und Tourismus auseinander:

Nur es hapert mit der Einstellung

Die Meinung des Verbandes DTVG

Bitte gestatten Sie uns bzgl. Ihrer Anmerkung zur „Tourismusförderung durch das DeutschlandTicket“ folgenden Hinweis: Das DeutschlandTicket ist ein vom deutschen Staat (jeweils hälftig Bund und Länder) mit 3 Mrd. € p.a. hochgradig subventioniertes Angebot für Pendler. Mithin trägt also der deutsche Steuerzahler oder „die Allgemeinheit“ diese Kosten. Es erschließt sich uns nicht, warum der deutsche Staat, bzw. die deutschen Steuerzahler, den Tourismus fördern sollten.

Die Einstellung eines Rentners auf einer gemeinsamen Zugfahrt nach Dresden dagegen:

Da ist der Regierung mit dem DeutschlandTicket ein grossartiger Wurf gelungen. Doch anscheinend möchte man den normalen Bürgern nichts Gutes tun, sondern ihn nur abkassieren. Der Staat ist für die Reichen da. Sie werden sehen, entweder wird das DeutschlandTicket abgeschafft, oder es wird demnächst 150 € monatlich kosten.

Die Deutsche Bahn auf der ITB:

Das DeutschlandTicket ist kein Produkt der Deutschen Bahn, und alles wird von der Politik und vom Wähler bestimmt. Wir haben keinen Einfluss darauf. Weshalb sollen wir das DeutschlandTicket auf der Leitmesse des Tourismus präsentieren?

Damit ist die Bahn in guter Gesellschaft. Der deutsche Tourismus sieht keinerlei Aufbruchstimmung zu mehr Nachhaltigkeit und hinsichtlich Ausflüge innerhalb Deutschlands mittels öffentlichem Verkehr.

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Die Links innerhalb des Textflusses führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte.