Wie stärkt das DeutschlandTicket die Nachhaltigkeit?

Im Rahmen meiner Deutschlandreisen überlegte ich mir, über ein gleiches Modell in der Schweiz zu diskutieren. Mit einem interessanten Beitrag brachte sich das VCS aktiv ein. Im Rahmen des „9 Euro Ticket“ wurde die Frage auch dem Schweizer Parlament gestellt.

Die Antwort darauf fällt für mich nicht gerade ermunternd aus:

Bereits heute wird der ÖV in der Schweiz gut bis sehr gut frequentiert. Mit einem 9-Euro-Ticket riskieren wir, dass Busse und Züge überfüllt und die Kundschaft entsprechend unzufrieden ist. Einerseits erleidet der ÖV in der Schweiz dadurch einen Imageverlust. Andrerseits besteht die Gefahr, dass die bestehende Kundschaft (z. B. Pendler) aufgrund des überfüllten ÖV zumindest während der Aktionsphase auf das Auto umsteigen. Zudem ist davon auszugehen, dass viele durch die Aktion angeworbene Neukunden den ÖV nicht weiter benutzen, wenn sie nach 3 Monaten die normalen Tarife bezahlen müssen. Mit gezielten Aktionen ist der öffentliche Verkehr bereits heute darum bemüht, Personen zum Umsteigen auf Bahn oder Bus zu bewegen. Die mit einer solchen Aktion verbundenen Ertragsausfälle der ÖV-Branche müssten durch den Bund gedeckt werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis rechtfertig die Einführung eines 9-Euro-Tickets in der Schweiz nicht.

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz beurteilt die Frage nach stark vergünstigtem ÖV vor allem aus einer umweltpolitischen Optik. Daraus ergeben sich für mich folgende relevante Punkte:

Grundsätzliche Haltung des VCS zu stark vergünstigtem ÖV ist: Den ÖV zu nehmen, anstatt das Auto, ist umweltschonender. Der ÖV benötigt über drei Mal weniger Energie pro Kopf. Darum stösst er auch weniger klimaschädliches CO2 aus. Das Auto erfordert zudem viel Platz (für Parkplätze und Strassen), und oft ist nur eine Person in einem einzigen Auto unterwegs. Zudem macht der ÖV deutlich weniger Lärm als der Autoverkehr. Aber auch der ÖV ist nicht die umweltfreundlichste Fortbewegungsform: Mit dem Velo oder zu Fuß zu gehen, braucht gar keine chemische oder elektrische Energie, verursacht keinen Lärm und benötigt auch kaum Platz. Deshalb: Für die Umwelt ist es am besten, man geht zu Fuss oder mit dem Velo und nutzt für notwendige und längere Distanzen den öffentlichen Verkehr.

Umwelt-Aspekt Verlagerung / Modalsplitverschiebung: Es ist schwierig abzuschätzen, ob ein stark vergünstigter öV zu einer Verlagerung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr führen wird oder eher zu einem Umsteigen von Fuss- und vor allem Veloverkehr zum öV.

Gefahr Finanzierungslücke: Ebenfalls problematisch ist, dass ein zu günstiger ÖV die Gefahr birgt, dass der ÖV im Vergleich zu heute unterfinanziert wird und dies zu einer Abnahme dessen Qualität und damit einhergehend zu einem längerfristig weniger attraktiven und damit weniger genutzten öffentlichen Verkehr führt.

Umwelt-Aspekt Zersiedelung: Potentiell kann günstiger ÖV außerdem zu einer weiteren Zersiedlung führen, da die Kosten für dementsprechend längere Wegstrecken wegfallen.

Gratis ÖV bei Jugendlichen: Jugendlichen sollte einen einfachen und günstigen Zugang zum ÖV gewährt werden. So können sie schon früh gute Erfahrungen mit dem ÖV machen und entscheiden sich später eher dazu, gar kein eigenes Auto zu kaufen. Aber gleichzeitig ist es auch problematisch, wenn der ÖV praktisch nichts kostet. Das sendet ein falsches Signal aus. Denn auch der ÖV verbraucht Energie. Einfach viel herum zu fahren, nur weil es sehr günstig ist, schadet der Umwelt. Der VCS ist der Meinung, dass grundsätzlich so wenig wie möglich gefahren werden soll, einerlei ob mit ÖV oder im Auto. Ist der ÖV zu günstig, führt das zu mehr Verkehr. Um Jugendlichen einen guten Zugang zum ÖV zu ermöglichen, gibt es bereits heute viele Vergünstigungen zu verschiedenen Abonnements. Und das funktioniert; drei von vier Jugendlichen in der Schweiz besitzen ein ÖV Abonnement.

Verkehrsspitzen: Mit stark vergünstigten ÖV-Billetten für alle könnte man keine Steuerung mehr betreiben, um die Spitzenzeiten im ÖV zu brechen. Dadurch bestände das Risiko, dass die Passagierzahlen zu Spitzenzeiten immer stärker zunehmen.

Deshalb ist der VCS grundsätzlich für Maßnahmen zugunsten eines gut funktionierenden und verlässlichen ÖV sowie für Vergünstigungen zugunsten einzelner Gesellschaftsgruppen, um auch diesen den Zugang zum ÖV zu vereinfachen, wie beispielsweise mittels tieferer Preise von Halbtax-Abonnements oder durch Spar-Billette, aber sie ist gegen einen generell stark-vergünstigten ÖV.
Mobilität hat ihren Preis. Dieser soll für alle erschwinglich, aber nicht fast gratis sein.

Eine weitere Frage, ob ein bundesweit günstiges Ticket für den Tourismus in Frage kommt, wird in der Diskussion eher kritisch betrachtet. Andererseits wäre für Touristen das Reisen mit solch einem Ticket viel unkomplizierter, denn ein sich ständig wiederholender Ticketkauf würde so entfallen.

Ferner sollte sich die Tourismusindustrie für den Verkauf eines solchen Tourismus-Tickets engagieren und nicht das Parlament. Hinsichtlich diverser Gästekarten, wie beispielsweise der Konus, wird das ja bereits getan. Aber vorteilhafter wäre es, wenn es dazu für alle Schweizer oder deutschen Verkehrsverbünde eine einheitliche Lösung gäbe.

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Wieder einmal eine schöne Fahrt

Wunderbar klappte es mit dem DeutschlandTicket! Ich reiste von der Schweizer Grenze bis nach Lüneburg – die Züge pünktlich, jene Zugausfälle mangels Lokführer verpasste ich glücklicherweise. Als ich unterwegs war, waren die Züge und Bahnsteige auch nicht prallvoll.

Die Bahn sollte nun dringend mehr Zugführer und Gleisarbeiter finden. Dies erfordert gute Arbeitsbedingungen, welche die GDL auch erfolgreich erkämpfte, das allerdings leider auch auf Kosten vieler Pendler, die früh Morgens dringend mit der Bahn zur Arbeit fahren mussten und aufgrund der GDL-Proteste steckenblieben oder nicht einmal zu ihren Arbeitsstellen gelangten.

Immerhin sind nun jene erkämpften Arbeitsbedingungen gegeben, um die nötige Anzahl an Personal finden zu können. Ich hoffe, dies wird bald einmal zutreffen. Die Bahn benötigt auch anhand anderer Kriterien zufriedene Kunden und ein positives Image. Kämpft das Bahn-Management selber ebenso dafür?

Im lokalen Busverkehr war wieder ausreichend Platz, die Bevölkerung nutzt diesen allerdings relativ selten. Wiederholt kam mir mittels geschriebenen Stellen der Wunsch nach mehr Engagement auf: Wann klappt es mit dem Taktfahrplan? Wieso fehlen Darstellungen von Streckennetzen an den Haltestellen?

Gern bin ich mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs, allein schon, weil er auf heutige Herausforderungen ökologisch-verträglich antwortet. Dies erfordert aber auch das entsprechende Engagement jedes Einzelnen. Doch bestätigte einmal ein Mitarbeiter in einem Parteibüro im Autoland Deutschland ein hohes Desinteresse zum Thema Umwelt. Wie oft, intensiv und wie lange währt noch Desinteresse hinsichtlich ökologischem Engagement?

Hundertwasser Bahnhof Uelzen

Auf der Fahrt von Hannover nach Lüneburg passiere ich den Hundertwasser Bahnhof in Uelzen. „Da muss ich hin!“ Meldet sich meine Neugier. Dann auf der Rückfahrt, mein Halt, ich nehme ein paar Fotos auf. Der Bahnhof wirkt ausgesprochen angenehm durch die verspielte Architektur und gestaltet das Reisen weitaus freundlicher.

Ich denke an all jene vielen Bahnhöfe, die mittlerweile verfallen. Der Bahnhof von Uelzen ist zu provinziell ausgelegt. Denn noch nie habe ich eine Werbung für dieses Bahnhofsgebäude gesehen, und ein Café ist mir auch nicht aufgefallen.

Nur in Großstädten scheinen Bahnhöfe eine Rolle zu spielen. Der Bahnhof von Uelzen wurde einst zur Expo gestaltet.
Hier ein Video mit Eindrücken davon: 

Zur Tourismusattraktion wurde der Bahnhof also nicht. Vielleicht organisiert Hamburg oder Hannover dahin Ausflüge, und zwar im Rahmen von Ausflugspaketen in die Umgebung. Es wäre schön, Reisende in diese Provinz locken zu können.

Lost Place in Tübingen 

Der Bahnhof Tuttlingen soll umgebaut werden. Endlich! Ich frage im Reisezentrum nach Leitungswasser, die Leitungen sind marode, bitte nicht. Gibt nichts. Im Bahnhof sind alle Geschäfte zu. Der Bahnhof macht einen verwahrlosten Eindruck, der Buchladen dient jetzt als Tauschplatz für Bücher. 

Gegenüber vom Bahnhof Tuttlingen thront die Fabrik der Aesculap AG, ein Weltunternehmen. Scheinbar unerheblich, ob ein Bahnhof gegenüber verwahrlost. Wie lange schon soll der Bahnhof umgebaut werden? Wenige 100 Meter weiter eine neue riesige Überbauung mit Einkaufsmöglichkeiten. 

Weshalb führen Bahnhöfe ein Mauerblümchen-Dasein gegenüber Investoren? Bahnhöfe könnten Zentren der Begegnung sein; Kulturräume, Coworking Spaces, schöne Cafés und Clubs. Noch zu oft vergammeln Bahnhöfe in Deutschland. 

Aber auch ein Lob an Tuttlingen; der Bahnhof ist behindertenfreundlich, auf allen Gleisen befinden sich Lifte. Wobei ich mir auch Rampen wünsche, denn manchmal fallen Lifte doch aus. 

Bahnhöfe wurden privatisiert

Wie schön könnten Bahnhöfe sein! Den Bahnhof Arzberg beispielsweise könnte man hübsch gestalten, die meisten Bahnhöfe wurden verscherbelt, Arzberg ist nur noch eine Haltestelle. Das ehemalige Bahnhofsgebäude wurde günstig erworben, auf dem Grundstück ein Camper abgestellt, und trotzdem stellt das Überbleibsel immer noch ein Bahnhof dar, schaut man sich das folgende Häuschen (Bild) in die davorstehende Haltestelle eingegliedert an.

Ein anderes Beispiel, in Ottensoos, nahe von Nürnberg, richtete die Familie Stahlmanneinen einen Kulturbahnhof ein. Er soll als Begegnungsstätte dienen. Schauen Sie doch mal auf ihrer Webseite vorbei;

Kulturbahnhof Ottensoos.

Wunderbar gelungen, der Bahnhof von Cottbus

Der Bahnhof Cottbus, ein zentraler Knotenpunkt im Südosten Brandenburgs, ist weit mehr als nur ein Verkehrsdrehkreuz. Er verbindet die Stadt Cottbus und ihre reizvolle Umgebung mit der Welt und bietet Reisenden ein modernes, komfortables und freundliches Reiseerlebnis.

Ein moderner Verkehrsknotenpunkt

Der Bahnhof Cottbus hat sich in den letzten Jahren zu einem modernen und effizienten Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Die umfangreichen Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen haben den Bahnhof zu einem Vorzeigebeispiel für zeitgemäße Infrastruktur gemacht. Mit modernen Wartebereichen, sauberen und gut beleuchteten Bahnsteigen sowie zahlreichen Serviceeinrichtungen bietet der Bahnhof Cottbus den Reisenden höchsten Komfort.

Hervorragende Anbindung

Mit seiner zentralen Lage ist der Bahnhof Cottbus ein wichtiger Knotenpunkt im Regional- und Fernverkehr. Er verbindet die Stadt nicht nur mit der Hauptstadt Berlin, sondern auch mit anderen wichtigen Städten wie Dresden, Leipzig und Frankfurt (Oder). Die gut getakteten Regionalbahnen und Intercity-Züge ermöglichen eine bequeme und schnelle Anreise in alle Richtungen. Darüber hinaus bieten die Regionalbusse und Straßenbahnen nahtlose Anschlussmöglichkeiten innerhalb der Stadt und zu den umliegenden Regionen.

Freundlicher Service und hilfreiche Einrichtungen

Der Bahnhof Cottbus zeichnet sich durch seinen freundlichen und hilfsbereiten Service aus. Das Bahnhofsgebäude beherbergt eine Informations- und Servicezentrale, in der Reisende Auskünfte und Unterstützung erhalten. Zusätzlich gibt es zahlreiche Fahrkartenautomaten, die den Ticketkauf einfach und unkompliziert machen.

Die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Angebote im Bahnhofsgebäude sorgen dafür, dass keine Wünsche offen bleiben. Ob ein schneller Snack für unterwegs, ein gemütlicher Kaffee vor der Abfahrt oder ein Last-Minute-Einkauf – der Bahnhof Cottbus bietet für jeden Bedarf das passende Angebot.

Barrierefreiheit und Sicherheit

Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Modernisierung des Bahnhofs auf die Barrierefreiheit gelegt. Rollstuhlgerechte Zugänge, Aufzüge und gut erreichbare Informationspunkte machen den Bahnhof für alle Reisenden zugänglich. Auch die Sicherheit wird großgeschrieben: Eine gut ausgeleuchtete Umgebung, regelmäßige Patrouillen und moderne Überwachungssysteme sorgen dafür, dass sich die Reisenden jederzeit sicher fühlen können.

Ein Tor zur Region

Der Bahnhof Cottbus ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein Tor zu den vielen Attraktionen der Region. Von hier aus gelangen Reisende schnell und bequem zu den vielfältigen Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten der Umgebung. Ob ein Besuch im Branitzer Park, ein Ausflug in den Spreewald oder eine Erkundungstour durch die historische Altstadt von Cottbus – der Bahnhof bietet den idealen Ausgangspunkt für vielfältige Unternehmungen.

Fazit

Der Bahnhof Cottbus ist ein moderner, komfortabler und freundlicher Verkehrsknotenpunkt, der Reisenden ein positives Reiseerlebnis bietet. Mit seiner hervorragenden Anbindung, dem umfangreichen Serviceangebot und der barrierefreien Ausstattung ist er ein Vorbild für zeitgemäße Infrastruktur. Als Tor zur Region lädt der Bahnhof dazu ein, die vielen Attraktionen und Schönheiten von Cottbus und seiner Umgebung zu entdecken. Wer hier ankommt, wird herzlich empfangen und bestens versorgt – ein perfekter Start in jede Reise.

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Die Links innerhalb des Textes führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte.

Pressekonferenz zum DeutschlandTicket

Ein Jahr lang werde ich monatlich zu einer Reise mit dem DeutschlandTicket aufbrechen. Besonders meine touristischen Webseiten zu Reisethemen kann ich damit weiterhin füllen. Doch wie habe ich die Reisen erlebt? Wie und was sind meine Eindrücke und meine Anregungen für die Zukunft.

Die Schweiz gilt bezüglich ihres öffentlichen Verkehrs als nahezu perfekt. Was könnte ein neuartiges günstiges Angebot der SBB bewirken, oder wäre so etwas völlig unnötig? Doch das DeutschlandTicket zeigt auf, dass ein kostengünstiger Preis die Züge füllt. Einfach einmal auch in der Schweiz S-Bahnen und Busse zum monatlichen Preis von CHF 49.– anzubieten, wäre doch ein Versuch oder zumindest ein Probelauf wert!

Ein erhebliches Hindernis in Deutschland macht allerdings der lokale Busverkehr aus. Weshalb dominiert hier der Schulverkehr, und wieso werden Bushaltestellen und Busfahrpläne oft so knapp mit Informationen ausgestattet? Beispielsweise fehlen an Bushaltestellen übersichtliche Netzpläne, und nebenbei sind diese lieblos gestaltet. Zig Fragen auf meinen Reisen durch Deutschland sind mir zum öffentlichen Verkehr in Deutschland und in der Schweiz aufgekommen.

Inhalt der Pressekonferenz

Stephan Zurfluh machte sich monatlich einmal auf den Weg, um Deutschland zu erkunden, günstig mit dem DeutschlandTicket. Er lernte dabei immer neue Menschen kennen, sah dabei viele ihm noch unbekannte Reisedestinationen und verarbeitet seine Eindrücke auf seinen Webseiten.

Auch heute begibt er sich noch oft mit dem DeutschlandTicket auf Entdeckungstour. Dabei setzt er sich gedanklich mit dem öffentlichen Verkehr und gesellschaftlichem Leben auseinander. Immer dabei ist seine Gitarre. Spontan trägt er Lieder vor, verschenkt Liederblätter und manchmal auch eine Swatch.

Mittlerweile ist Stephan Zurfluh über 60, in Deutschland aufgewachsen, lebte er mittlerweile in mehreren Ländern. Nun konnte er einen beachtlichen Teil der Vielfalt Deutschlands mit seinen pittoresken Städten sehen. Die Webseite zum DeutschlandTicket erläutert den öffentlichen Verkehr in Deutschland und bildet den Auftakt vieler Reiseideen. Darunter sind viele Geheimtipps aufzuspüren.

An der Pressekonferenz präsentiert er mit Leidenschaft und Liedern seine Eindrücke. Nur, „dazu kam es bisher nicht“. Die vielen Einladungen verhallten. So bleibt es denn, am Ball zu bleiben und die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs kritisch zu verfolgen.

Die Presseinformation zur Pressekonferenz

Fahrradproblem im Nahverkehr

Das DeutschlandTicket bietet eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, das gesamte Nahverkehrsnetz in Deutschland zu nutzen. Doch bei der Mitnahme von Fahrrädern gibt es leider keine einheitliche Regelung. Jeder Verkehrsverbund handhabt die Fahrradmitnahme unterschiedlich, was für Reisende oft verwirrend und frustrierend sein kann.

Viele Busse sind nicht für den Transport von Fahrrädern ausgestattet. Eine praktikable Lösung wäre der Einsatz von Fahrradanhängern, insbesondere während der Stoßzeiten am Morgen und Abend. Solche Anhänger könnten mehr Fahrräder aufnehmen und den Transport für Pendler und Reisende erleichtern. Leider sind diese Informationen oft schwer zu finden, und die Verfügbarkeit variiert stark je nach Region.

Für Reisende, die ihr Fahrrad mitnehmen möchten, gibt es eine einheitliche Fahrradkarte zum Preis von 6,50 Euro pro Tag und deckt alle Verkehrsverbünde ab. Eine klare und transparente Regelung zur Fahrradmitnahme im Rahmen des DeutschlandTickets wäre wünschenswert, um den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver und nutzerfreundlicher zu gestalten. Die Leute nehmen zum Reisen gern das Fahrrad mit in die Bahn. Über dieses Thema diskutiere ich öfters.

Mit dem eigenen Rad ist man unabhängig, andererseits fehlen vor allem oft an Wochenenden Plätze in den Zügen. Ferner sollte der Radverleih vorab organisiert werden, dessen Mietpreise allerdings das Ausflug-Budget schnell mal belasten können. Dazu werden aber auch neue Ideen entwickelt. Wir führen Ihnen hier einmal ein Unternehmen vor, welches ein Abo-Modell kennt:

Eine Gruppe war unterwegs mit dem Zug, und im Fahrradabteil war eine Türe defekt. Der Zug war so voll. Wie auf dem nachfolgenden Foto zu erkennen ist, ist nirgendwo anders Platz. Und während der ganzen Reise konnten sie nie aussteigen, denn der Bahnsteig befand sich immer vor der defekten Tür. Weder in Plochingen konnten sie aussteigen, noch zuvor oder danach. Die Reiseroute führte bis zur Endstation nach Stuttgart. Insofern oblag es der Gruppe, von dort ein gutes Stück Strecke mit dem Zug zurückzufahren.

Viele Zugreisende sind mit E-Bikes unterwegs. Diese sind schwierig über Treppen zu transportieren. Direkte Umstiege auf gegenüberliegenden Perrons erweisen sich selten als möglich, da zwischen den Gleisen oft keine Perrons existieren. Überdies fehlt den Zügen immer noch ein barrierefreier Einstieg. Die E-Bikes benutzen die Lifte. Sie meinen als erste alleine den Lift zu benutzen, statt viele Reisende mit schweren Trollies vorzulassen.

„Vielleicht besser Fahrräder leihen? Doch dann müsste man wieder zum Ausgangspunkt fahren, um das Rad zurückzugeben. Was könnte man mit jenen beliebten Touren des Folgens von Flussläufen alles anstellen? Es steckt bestimmt noch reichlich Potenzial im Radtourismus mit dem DeutschlandTicket!“

Wer reisen will, sollte den touristischen Radverleih nutzen. Die Besitzer der teuren E-Bikes hätten das Geld.

Ob Fahrräder mit DeutschlandTicket kostenlos mitgenommen werden können, ist unklar geregelt. Grundsätzlich steht es jedem Verkehrsverbund frei, wie er das regelt. Manchmal bestehen eigene Regelungen auf Länderebene. 

Während den Pendlerzeiten bis 9:00 Uhr morgens ist es jedenfalls ratsam, ohne Fahrrad in Zügen unterwegs zu sein, denn bei überfüllten Zügen gebührt den herkömmlichen Fahrgästen den Vorrang. Oft sind für die Fahrräder keine Fahrradkarten gelöst, und die meisten Reisenden gehen von einer Gratismitnahme der Räder aus. Dort, wo wir nachgefragt haben, ist es auch tatsächlich so gewesen.

In diesem Zusammenhang das Statement des ADFC

Zum Problem der Fahrradmitnahme im Nahverkehr habe ich anhand des Statements von ADFC-Bundesvorstand Christoph Schmidt folgendes zitiert:

„Im Nahverkehr kann man Fahrräder meist mitnehmen, aber auf den Hauptrouten der Radreisenden ergeben sich oft chaotische Szenen. Man muss dann darauf sehr flexibel reagieren und schlimmstenfalls einen Zug später nehmen, sollte das Fahrradabteil zu voll sein. Auch ärgerlich ist es, dass die Fahrradmitnahme in dem ansonsten wirklich tollen Deutschlandticket nicht standardmäßig enthalten ist. In einigen wenigen Bundesländern besteht eine kostenlose Fahrradmitnahme, welche aber oft zeitlich beschränkt ist. Allerdings in den meisten Bundesländern muss man Fahrradtickets mühsam und teuer dazu buchen. Viele Kunden scheitern an der Unübersichtlichkeit der Tarife, den Buchungs-Apps und Verkehrsverbünden. Während Deutschland das Tarifsystem hinsichtlich Personentransport radikal vereinfachte, bräuchte es für die Fahrradmitnahme weiterhin eine Art Tarifabitur, um das Nutzen des Angebotes verstehen zu können. Dies sollte sich unbedingt ändern. „Rad zusammen mit Bahn“ macht als klimafreundlichen Verkehr ein unschlagbares Team aus, doch so einem Team sollte man es so einfach wie möglich machen.“

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Links innerhalb von Textabschnitten führen hier zu entsprechenden Bahnrouten auf der Weltkarte.

Wartezeit in Eberbach

Wer mit dem DeutschlandTicket unterwegs ist muss damit rechnen, auch mal in einem Provinzbahnhof zu landen, um dort auf den nächsten Anschluss zu warten. 54 Minuten warten in Eberbach; alles pünktlich, nur der lokale Bus nach Michelstadt ist kaum koordiniert. Schon sechs Minuten vor der offiziellen Ankunftszeit ist er abgefahren.

Im Bahnhof findet sich zwar eine Buchhandlung, doch die Zeit hat genügt, um ins Städtchen zu spazieren. Die Bahnhöfe wurden früher immer leicht abseits des Zentrums gebaut, damit die Dampflokomotiven nicht alles verschmutzen.

Am Sonntagabend dann ein Fest in Eberbach; eine Band hat dort Hits und eigene Lieder gespielt. Ein Bier, ein Schwatz und die Wartezeit ist wie im Flug vergangen. Können solche spontanen Erlebnisse eingeplant werden?

Sicherlich, wer einen unbekannten Ort passiert und dort umsteigen muss, kann sich dort schlaumachen; darüber, was so läuft und vielleicht die Reise sogar umplanen. In Eberbach soll jenes Kloster sein, in welchem der Hergang des Films “Der Name der Rose” spielt. Deutschland bietet schon viele Überraschungen, und mit dem DeutschlandTicket können solche Orte entdeckt werden. 

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Die Links innerhalb der Textabschnitte führen zu den entsprechenden Bahnstrecken und Ortschaften auf der Weltkarte.

Angenehmes Reisen mit dem DeutschlandTicket

Die Webseite zum DeutschlandTicket gründete ich, weil ich meiner Verärgerung Luft machen mochte. Wer die Pendlerzeiten meidet und seine Strecken von Montag bis Donnerstag und Samstags wahrnimmt, findet meist einfach einen freien Platz. Mittlerweile konnte ich viele schöne Reisen unternehmen.
Alle beschreibe ich hier;

Während der Fahrt nach Gunzenhausen mit Ausgangspunkt Fränkisches Seenland trifft man in den Zügen „DB Regio“, „Agilis“ und „Go Ahead“ auf ausnahmslos pünktliche Züge, freundliches Personal und Sauberkeit. Aber Deutschland gilt immer noch als Autoland, und eine Bewusstseinsänderung hinsichtlich des öffentlichen Verkehrs käme uns allen letzten Endes gelegen.

Der Schritt mit günstigem Tarif für Deutschland geht in die richtige Richtung. Auch die kleineren Kommunen sollten sich überlegen, ausschließlich Fahrpreise für den Stadtverkehr abzuschaffen. Denn allzu oft fahren dortige Busse leer, so beispielsweise jene im Halbstundentakt in Gunzenhausen; auch finden in solchen Örtchen nur selten Abendangebote statt, und zu Fuss, via Rad oder Fahrdienst erreicht man darinnen bald einmal das angestrebte Ziel. 

Transcality – Kontakt zur Wissenschaft

Anhand des DeutschlandTickets gilt es auch, das hohe Transportaufkommen besser zu bewältigen. Auf dem Start Summit 2024 in St. Gallen hab ich die Transcality AG getroffen, ein Spin Off der ETH (Ableger der ETH). Das Team dieser AG misst Verkehrsströme und gibt dadurch Empfehlungen ab, die dazu führen, dass der Verkehr gerade während Bauvorhaben besser steuerbar ist.

„Ja,“ viel geforscht wird, und er kenne jemanden an der TUM München, der sich genau mit der Problematik beschäftigt, so ein Mitarbeiter. Weiter; sicherlich sorgen sich einige Wissenschaftler darum, wie vor allem der öffentliche Verkehr im ländlichen Raum besser funktionieren könne. Dabei muss ich selbst nur schon an die zahlreichen leeren Busse in meiner Heimatstadt Selb denken, „eine Loose-Loose-Loose Situation!“ 

Die Rentner möchten dafür nicht zahlen, der Busfahrer langweilt sich, die Gelder werden fehlgeleitet. „Eine ewig währende Geschichte?“

Nachfolgend eine Studie vom VCD darüber, wie der öffentliche Verkehr im ländlichen Raum akzeptiert wird;

Sämtliche Bemühungen, damit sich hier etwas ändert, scheiterten. Vielleicht bringt ein junger Wissenschaftler mehr Glück in die Begebenheit und Positives kommt ins Rollen. Im Internet habe ich einen Fachbeitrag entdeckt, welcher von zwei Wissenschaftlerinnen Claudia Nobis und Melanie Herget verfasst wurde:

Frankfurt an der Oder – wo bleibt die Deutsche Bahn?

Während meines Besuchs an der ITB Berlin entschied ich mich für eine Reise nach Frankfurt an der Oder und nutzte dazu die bequeme Zugverbindung der ODEG, die Berlin und Frankfurt an der Oder direkt verbindet. Diese Verbindung eröffnet Frankfurtern den Zugang zur dynamischen Metropole Berlin und bietet Berlinern die Möglichkeit, die naturschöne Spree-Oder-Landschaft zu erkunden und in Polen grenzüberschreitend einzukaufen.

Das DeutschlandTicket erweist sich dabei als ideal, da es die Nutzung beider Verkehrsverbünde ermöglicht und sich als kostengünstiger erweist als das Monatsticket für Frankfurt an der Oder allein.

Allerdings stieß ich am Bahnhof Frankfurt an der Oder auf eine Einschränkung: Anstelle eines Reisezentrums gibt es dort lediglich ein Kundencenter der lokalen Verkehrsbetriebe, dessen Personal zu Hilfestellungen bei Reklamationen und Fragen zur Deutschen Bahn nur unzureichend befähigt wurde. Überdies verkauft der DB Store am Bahnhof lediglich Lebensmittel, und die wenigen Informationen auf Polnisch sind dünn gesät. 

Eine Beantragung des DeutschlandTickets gestaltet sich ebenfalls umständlich, einen Antrag und danach mindestens zehn Tage Bearbeitungszeit benötigt es. Ein No-Go für die Bedürfnisse der meisten Touristen.

Obwohl die Stadt Frankfurt an der Oder verkehrstechnisch gut angebunden ist, bleiben Fragen zur Erschließung der umliegenden Gebiete offen. Selbstverständlich stellt sich die Frage, wozu die komplizierte und kostspielige Tarifstruktur der Stadt beibehalten wurde.

Es scheint, als gäbe es Verbesserungspotenzial, insbesondere hinsichtlich der Fahrpreise für Einzelfahrten, die als zu hoch empfunden werden. Auch ein Gespräch mit einem Busfahrer offenbarte, dass die Kosten für den Ticketverkauf hoch sind, aber der Kostendeckungsbeitrag tief ist. Die Vorbehalte, dass der Aspekt „Ticketverkauf“ nur ein Kostenfaktor von mehreren sei, sind kaum nachvollziehbar und stören. “Ich engagiere mich hier demnach für die Bürger.”

Wünschenswert wäre, wenn die Regionen die Möglichkeiten, die das DeutschlandTicket bietet, besser ausschöpfen würden, indem sie hohe Preise und komplizierte Antragsverfahren vermeiden. Zudem sollten alle Verkehrsbetriebe, einschließlich der Deutschen Bahn, gemeinsame Ziele verfolgen, insbesondere ein gutes Verkehrsangebot für alle Bürger.

Wenn der Zug übervoll wird

Eine Reisegruppe betritt den Zug, voller Vorfreude auf ihr bevorstehendes Abenteuer. Alle versuchen, Sitzplätze zu reservieren, obwohl für den Nahverkehr keine Reservierungen vorgesehen sind. Die Organisatoren bemühen sich, für alle einen Platz zu finden, was zu einigen Verwirrungen führt. Unter leichten Protesten von Mitgliedern der Truppe setzen sich schliesslich andere Leute auf die Plätze, womit die Organisatoren nicht einverstanden sind.

Glücklicherweise findet schliesslich doch noch jeder einen Sitzplatz. Sitzplätze mit Gepäck zu belegen, darf in solch einem Fall nicht toleriert werden. Das Gepäck sollte geschickt verstaut werden, um den begrenzten Raum optimal zu nutzen. Eventuell müssten Koffer gestapelt werden. 

In überfüllten Zügen sind die Plätze den Fahrgästen vorbehalten, und der Eingangsbereich sollte soweit als möglich frei bleiben. Fahrgäste sollten sich im Waggon verteilen (können) und keinen Eingangsbereich blockieren. Außer hinsichtlich einiger Hauptstrecken besteht in der Regel ausreichend Platz – es sei denn, Züge fallen aus, oder es fehlen Waggons, was leider zu Chaos führen kann.

Um solchen Situationen vorzubeugen, sollten Stoßzeiten vermieden werden. Insbesondere ist das Reisen stressfreier und bequemer, werden Pendelzeiten ausgeklammert. Zudem existieren viele reizvolle Nebenstrecken, und manche Umwege machen die Fahrten lohnenswert. 

Letztere führen zwar zu längeren Fahrzeiten, aber die Erfahrung dabei ist umso angenehmer. Das DeutschlandTicket ist für jeden Regionalzug gültig; „also einfach flexibel sein und damit Deutschland erkunden!“ 

Völlig überfüllte Züge lassen sich zwar nicht immer vermeiden, doch weshalb sollte man immerzu jene Strecken via Großstädte und Ballungszentren nutzen? Zugunsten weiterer Einblicke in „das langsame Reisen“ und „die Kunst der Geduld“ erfolgt nun ein Artikel über „die Entdeckung der Langsamkeit“. Sie finden darin Tipps über das Entschleunigen Ihrer Reise, und Tricks, um jeden Moment Ihrer Zugfahrt genießen zu können.